Die klassischen Erkältungszeiten sind Herbst und Winter. Häufiges Händewaschen ist in der Schnupfensaison die beste Maßnahme, um einer Ansteckung vorzubeugen. Wo es möglich ist, sollten Sie auch das Händeschütteln vermeiden.
Ziehen Sie sich angemessen warm an (am besten in Schichten, damit Sie ablegen können, wenn Sie Häuser betreten) und vermeiden Sie Durchnässung und kalte Füße, beides Risikofaktoren für eine Erkältung. Gehen Sie trotzdem regelmäßig nach draußen: Bewegung an der frischen Luft, Wechselduschen und Saunagänge härten ab und beugen so Infekten vor.
Die warme Heizungsluft in den Räumen, trocknet die Schleimhäute aus und macht sie damit weniger widerstandsfähig. Lüften Sie daher regelmäßig und kurz („Stoßlüftung“). Luftbefeuchter haben den Nachteil, dass sie häufig verkeimen und dann bei sensiblen Personen allergische Beschwerden hervorrufen können.
Wie sonst auch, ist eine Kost mit viel Obst und Gemüse sinnvoll. Besonders Vitamin C, das zum Beispiel in Zitrusfrüchten und Kiwis enthalten ist, soll das Immunsystem stärken. Auch Zink spielt bei vielen Abwehrprozessen eine Rolle und hilft bei einigen viralen Infekten. Ob eine zusätzliche Vitamineinnahme in Form von entsprechenden Präparaten Sinn macht, ist wissenschaftlich umstritten.
Angeboten werden neben Vitamin- und Mineralstoffmischungen auch zahlreiche pflanzliche Mittel, welche die Abwehr stärken sollen. Sie enthalten zum Beispiel Auszüge aus Sonnenhut, Kapland-Pelargonie, Lebensbaum oder Wasserdost. Diese Mittel sollten Sie jedoch wirklich nur einnehmen, wenn Sie gezielt vorbeugen wollen – zum Beispiel nachdem Sie sich an der Bushaltestelle im Regen völlig durchgefroren haben. Eine Einnahme über mehr als eine Woche hinweg hatte in den meisten Studien keine sinnvollen Effekte beziehungsweise führte gehäuft zu allergischen Reaktionen. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten, welches Präparat für Sie sinnvoll ist und wann und wie lange Sie es einsetzen sollen.
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13.09.2005, aktualisiert am 04.10.2011
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF
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