Erdbeere: Vitamine und Mineralstoffe

In der sensiblen roten Frucht stecken viele gesunde Inhaltsstoffe. Da Erdbeeren kaum Kalorien haben, sind sie eine sommerliche Köstlichkeit, die Sie unbeschwert genießen dürfen

aktualisiert am 25.04.2014

Erdbeeren schmecken frisch am besten. Rasch verlieren sie ihr Aroma und verderben

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Inhaltsstoffe: Schlankmachende Vitamin-C-Bombe

Die aromatischen Früchte sind mit etwa 32 Kilokalorien pro hundert Gramm gut für die schlanke Linie. Hervorzuheben ist ihr hoher Gehalt an Ballaststoffen (Pektinen und Zellulose), welche die Verdauung fördern. Erdbeeren sind auch reich an Vitaminen. Vor allem ihr Vitamin-C-Gehalt ist enorm: Er liegt höher als bei Zitronen und Orangen.

Eine 200 Gramm-Schale deckt bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Auch findet sich in Erdbeeren viel Folsäure, die für Schwangere wichtig ist. Mit ihrem Anteil an Kalzium, Kalium, Eisen, Zink und Kupfer bieten Erdbeeren viele Mineralstoffe. Darüber hinaus enthalten die Früchte Polyphenole. Diese sekundären Pflanzenstoffe sollen helfen, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Herkunft: Die Erdbeere – ein Zufallsprodukt

Bereits in der Steinzeit verzehrten unsere Vorfahren die kleinfruchtige Variante der uns heute bekannten großfruchtigen Gartenerdbeere. Auch die Römer schätzten Erdbeeren, wie Quellen von Ovid, Plinius und Vergil bezeugen. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde die kleinfruchtige Gartenerdbeere in Frankreich und England angebaut. Die großfruchtige Erdbeere gelangte im 17. Jahrhundert aus Kanada nach Europa. Kurz darauf kamen Früchte aus Südamerika.

Ende des 17. Jahrhunderts entstand in Holland aus einer zufälligen Kreuzung der beiden zuvor aus Übersee eingeführten Sorten unsere heutige Erdbeere, die sogenannte Ananas-Erdbeere. Ihren Namen verdankt sie ihrer Form und ihrem ausgeprägten Aroma. Zu jener Zeit gelangten Erdbeeren auch nach Deutschland, erstmals an den Hof Georgs II. nach Hannover. Richtig in Mode kamen sie Mitte des 18. Jahrhunderts, Hauptanbaugebiet war damals Baden-Baden. Heute stammen Erdbeeren vor allem aus Niedersachsen, Baden-Württemberg, Nordrheinwestfalen und Bayern.


Botanik: Die Beere ist in Wirklichkeit eine Nuss

Botanisch gesehen sind Erdbeeren keine Beeren, sondern Scheinfrüchte oder Sammelnussfrüchte mehrjährig blühender Stauden. Die eigentlichen Früchte der Erdbeere sind die kleinen gelben Körner auf der Oberfläche von Fragaria. Sie werden Nüsschen genannt. Die zu der Familie der Rosengewächse gehörenden Früchte wachsen rosettenförmig auf sandigem Boden und mögen gemäßigtes Klima. Das, was wir als Fruchtfleisch essen, ist eigentlich die fleischig verdickte Blütenachse, auf der die Nüsschen aufsitzen. Es handelt sich um das weiße Mark der Blütenachse, das in reifem Zustand die rote Farbe annimmt. Es gibt unzählige Erdbeersorten, die sich hinsichtlich Form, Geschmack, Farbe, Festigkeit des Fruchtfleisches, Reifezeit und Inhaltsstoffen unterscheiden. Im Vergleich zu anderen Obstsorten spielen die verschiedenen Sorten für den Verbraucher aber keine große Rolle und sind oft nicht gekennzeichnet.

Erdbeer-Saison: Am besten im Frühsommer

Von Mai bis Juli gibt es deutsche Erdbeeren. Sie schmecken meist am besten, weil sie frisch gepflückt keine langen Transportwege zurücklegen müssen. Oft sind sie auch weniger schadstoffbelastet. Von Februar bis Mai sind Früchte aus Spanien und Italien erhältlich. Um die Weihnachtszeit kann man Erdbeeren aus Marokko und Ägypten kaufen. Es lohnt sich aber, auf die heimische Saison im Frühsommer zu warten.

Lagerung: Sensible Früchtchen

Erdbeeren sind äußerst empfindlich. Bereits ein paar Stunden nach der Ernte beginnen sie, ihr Aroma zu verlieren. Deshalb sollte man sie möglichst sofort verzehren. Ungewaschen und abgedeckt kann man die sensiblen Früchte bis zu zwei Tage im Kühlschrank lagern. Ein flacher Behälter verhindert Druckstellen. Beschädigte Früchte sollten Sie entfernen, sie schimmeln schnell.

Tipps zur Zubereitung von Erdbeeren

Erdbeeren nicht unter fließendem Wasserstrahl säubern, sondern in stehendem Wasser. Stiel und Kelchblätter erst nach dem Waschen entfernen. Am besten schmecken Erdbeeren frisch  – entweder pur oder mit etwas Schlagsahne oder Eis. Auch in Salaten, getrocknet im Müsli oder als Kuchenbelag sind sie beliebt. Erdbeerkonfitüre ist ein Klassiker. Übrigens: Die Farbe der Frucht gibt keine Auskunft über ihr Aroma! Tiefrote Erdbeeren sind nicht immer süßer, hellere Früchte enthalten nicht automatisch mehr Fruchtsäure.

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Nährwerttabelle: Erdbeere (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
32

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
6

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
3
Kalium (K)
160
Calcium (Ca)
20
Magnesium (Mg)
15
Phosphat (P)
25
Eisen (Fe)
0,6
Zink (Zn)
0,3

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
15
Vitamin E (mg)
0,1
Vitamin B1 (mg)
0,03
Vitamin B2 (mg)
0,05
Vitamin B6 (mg)
0,06
Folsäure (µg)
45
Vitamin C (mg)
55

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle



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