Beim Verdacht auf eine Epiglottitis sollte möglichst schnell ein Arzt, bei Atemnot unbedingt der Notarzt alarmiert werden. Zu langes Abwarten kann riskant sein: Eine Epiglottitis ist eine mitunter lebensbedrohliche Erkrankung. Die größte Gefahr geht von der Möglichkeit aus, dass sich der Kehlkopf vollständig verschließt und keine ausreichende Sauerstoffversorgung mehr gewährleistet ist. Notfalls muss der an einer Kehldeckelentzündung Erkrankte über einen Schlauch künstlich beatmet werden. Steht diese Möglichkeit nicht rasch genug zur Verfügung kann ein Luftröhrenschnitt unter Umständen lebensrettend sein.
Kinder und Erwachsene mit Epiglottitis sollten sich nicht hinlegen, sondern sitzen bleiben. Im Liegen fällt der Kehldeckel nämlich zurück und kann den Kehlkopfeingang damit noch leichter verschließen.
Die Behandlung einer Epiglottitis erfolgt üblicherweise im Krankenhaus. Gegen Haemophilus influenzae B und andere Bakterien, die eine Epiglottitis hervorrufen können, helfen Antibiotika, welche die Vermehrung der Keime hemmen oder diese sogar abtöten. Die Gabe des Antibiotikums sollte zumindest die ersten Tage über die Vene erfolgen. Abschwellend auf den Kehldeckel wirkt auch Kortison.
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06.11.2009, aktualisiert am 02.09.2010
Bildnachweis: Panthermedia/Uwe Jahn
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