7 Tipps für entspannte Weihnachten

Geschenke-Stress, Koch-Desaster, Verwandtschafts-Belagerung? So muss Weihnachten nicht aussehen. Wie es gelingt, die Feiertage zu genießen

von Sophie Kelm, aktualisiert am 23.12.2015

Manch einer weiß an Weihnachten nicht mehr, wo oben und unten ist

Getty/Imagesource

"Ich wünsche mir zu Weihnachten ein Meerschweinchen." – "Tolle Idee, das ist mal was anderes als Gans mit Knödeln." Wenn die Weihnachtstage zu stressig werden, dann hilft ein bisschen Humor. Was Sie sonst noch unternehmen können, um die Feiertage möglichst harmonisch zu gestalten, erklärt Hildegard Belardi, Psychologin aus Bergisch Gladbach.


Tipps für entspannte Weihnachten

  • Kinder bekommen Geschenke
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    Keine zu großen Erwartungen haben

    Die Faustregel lautet: Je höher die Erwartungen sind, desto größer kann die Enttäuschung ausfallen. Manche Menschen neigen dazu, unrealistische Vorstellungen vom Heiligen Abend zu entwickeln. "Wenn man weiß, dass ein unzuverlässiges Familienmitglied in den letzten 30 Jahren oft nicht aufgetaucht ist, dann muss man auch dieses Mal damit rechnen", so Belardi.

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  • Frauen im Gespräch
    Strandperle/Johner/RF

    Heikle Themen meiden

    Wer ein harmonisches Weihnachtsfest verleben möchte, tut gut daran, Themen mit Zündstoffpotenzial zu meiden. In jeder Familie gibt es typische Fettnäpfchen, zum Beispiel Muttis Gewicht, Sohnemanns Erfolg im Job oder die Kindererziehung der Schwiegertochter. "Wenn eine Familie allerdings immer nur an Weihnachten zusammenkommt und man dadurch alle Themen ansprechen muss, dann lässt sich die ein oder andere Unstimmigkeit wohl nicht vermeiden", erklärt die Psychologin.

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  • Weihnachten
    Fotolia/Marco2811

    Rechtzeitig mit den Vorbereitungen beginnen

    An welchem Tag gibt es welches Essen? Wann wird eingekauft? Wer schläft wo? Es ist sinnvoll, sich im Vorfeld ein paar Gedanken zu machen und diese am besten auch aufzuschreiben. "Ist Weihnachten vorbei, kann man sich überlegen, was hat gut geklappt und was vermeiden wir in Zukunft lieber", rät Belardi. So wird es von Jahr zu Jahr besser. Tante Erna kann man beispielsweise auch mal über ein November-Wochenende einladen statt an Weihnachten. Da hat man mehr Zeit für die Tante und am 24. nur die engste Familie um sich.

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  • Entspannen an Weihnachten
    Shotshop/Photographee eu

    Einfach mal zurückziehen

    "Freiraum ist wichtig, aber gerade in den Feiertagen oft ein heikles Thema", weiß Belardi aus Erfahrung. Muss wirklich die ganze Familie zusammen spazieren gehen, oder könnte es nicht auch in Ordnung sein, wenn einer zu Hause bleibt und in seinem neuen Buch schmökert? "Oft wird das wahrgenommen als `der schneidet uns´", erklärt die Psychologin. Dabei haben die einzelnen Familienmitglieder einfach nur unterschiedliche Bedürfnisse.

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  • Wiener als Weihnachtsessen
    Fotolia/HerbyMe

    Es muss kein Fünf-Gänge-Menü sein

    In vielen Familien ist es Tradition, am Heiligen Abend Würstchen mit Kartoffelsalat zu essen, um wenigstens die Speisezubereitung etwas zu entstressen. Aber auch am ersten Feiertag muss es nicht der große Braten sein. "Man sollte sich überlegen, will ich Gans und eine erledigte Hausfrau oder eine fröhliche Mutter und ein einfacheres Gericht", so Belardi. Toll ist es auch, wenn die Gäste oder die Kinder mit dem Vater das Kochen übernehmen. "Hier muss die Hausfrau allerdings aushalten, wenn nicht alles so abläuft, wie sie es selber gemacht hätte", gibt die Psychologin zu bedenken.

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  • Kind schmückt Christbaum
    Thinkstock/istock

    Aufgaben verteilen

    Kinder werden größer und freuen sich, wenn sie ernst genommen werden. Diese Freude kann man ihnen machen, indem man sie beispielsweise den Tisch decken oder die Tanne schmücken lässt. "Auch ältere Kinder oder Gäste kann man einspannen", rät Belardi. Wer keinen allzu strikten Regieplan im Kopf hat, tut sich leichter. "Einfach mal laufen lassen. Eigentlich ist es doch egal, dass die selbstgebastelten Sternchen nicht zum anderen Christbaumschmuck passen", erklärt die Psychologin.

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  • Spaziergang mit der Familie
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    Spazierengehen statt Dauer-Couch

    An den Feiertagen ist Gruppenschlemmen und Gemütlichkeit angesagt. Das ist ja auch mal erlaubt. Trotzdem tut es ab und zu gut, die faulen Glieder in Bewegung zu bringen. Und mit gutem Gewissen schmeckt das nächste Festmahl gleich doppelt so gut. Außerdem kann es, wenn die ganze Familie auf engem Raum sitzt, auch leichter zu Kabbeleien kommen. "Frische, kühle Luft beruhigt erhitzte Gemüter", weiß Belardi.

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