Viele Faktoren können eine Eisenmangelanämie auslösen. Damit es zu einem Eisenmangel kommt, muss der Körper mehr Eisen verbrauchen, als er aufnimmt. Ein Eisenmangel kann also entstehen durch:
In bestimmten Phasen des Lebens hat der Körper einen besonders hohen Bedarf an Eisen. Dies ist zum Beispiel während des Wachstums, der Schwangerschaft und der Stillzeit der Fall.
Auch ein erhöhter Eisenverlust, zum Beispiel durch eine übermäßig starke Regelblutung oder bei unbemerkten Blutungen im Magen-Darm-Trakt erfordert eine vermehrte Aufnahme von Eisen. In sehr seltenen Fällen liegt die Ursache für den Eisenmangel in einem andauernden Zerfall der roten Blutkörperchen innerhalb der Gefäße (Hämolyse). Der rote Blutfarbstoff und mit ihm das Eisen wird dann über den Urin ausgeschieden. Dies wiederum kann im Verlauf zu einem Eisenmangel führen.
Eisenmangelanämien können aber auch durch eine ungenügende Eisenzufuhr bedingt sein. So zum Beispiel, wenn entweder überwiegend eisenarme Lebensmittel verzehrt werden – zum Beispiel bei einer vegetarischen Ernährungsweise – oder insgesamt wenig gegessen wird (Hungern, Fasten, Diät).
In manchen Fällen kann das Eisen nicht ausreichend aus der Nahrung aufgenommen werden. So etwa bei einem Mangel an Magensäure (Sub- und Anazidität), nach manchen Magen-Darm-Operationen, bei chronisch entzündlichen Darmkrankheiten oder bei einer beschleunigten Magen-Darm-Passage.
Bei einem Eisenmangel werden zuerst die Eisenspeicher des Körpers geleert. Erst wenn die Reserven des Körpers erschöpft sind, kommt es zu einer Blutarmut.
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13.09.2005, aktualisiert am 27.09.2011
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