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Eisenmangelanämie
Diagnose

Die Diagnose einer Eisenmangelanämie lässt sich mit einer Blutuntersuchung stellen


Erster Schritt zur Diagnose: Anhand eines Blutbilds kann eine Anämie festgestellt werden

Wer einen Eisenmangel vermutet, sollte sich vom Arzt beraten lassen. Dieser wird sich zunächst vermutlich nach den Beschwerden des Patienten und seinen Lebensgewohnheiten erkundigen. Er fragt dabei besonders nach der Ernährung, ob Blutungen aufgefallen sind und ob Medikamente eingenommen werden. Wegweisend zur Diagnose der Eisenmangelanämie ist eine Blutuntersuchung. Dabei wird unter anderem die Menge der roten Blutkörperchen und des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobins) bestimmt.

Bei einer Anämie ist zu wenig roter Blutfarbstoff im Blut vorhanden. Auch die Anzahl der roten Blutkörperchen ist meist vermindert. Bei einem Eisenmangel sind diese außerdem durchschnittlich kleiner als gewöhnlich und enthalten weniger roten Blutfarbstoff. Der Arzt spricht von einer mikrozytären, hypochromen Anämie. Im Blutbild zeigt sich dies durch ein vermindertes mittleres Erythrozytenvolumen (MCV) und eine vermindertes mittleres Erythrozytenhämoglobin (MCH).


Typisch für eine Eisenmangelanämie ist außerdem eine Veränderung der Eisenwerte. So ist der Gehalt an frei im Blut schwimmendem Eisen verringert. Auch das Ferritin, das Eisenspeicherprotein, ist herabgesetzt. Das Eisentransportprotein Transferrin hat hingegen weniger Eisen gebunden und ist daher vermehrt frei im Blut nachweisbar: Transferrin beziehungsweise der lösliche Transferrin-Rezeptor sind erhöht.

Steht der Eisenmangel fest, gilt es die Ursache zu finden. Oft steckt eine Blutung dahinter. Diese muss nicht immer vom Patienten bemerkt werden. Ein Test auf Blut im Stuhl und eine Urinuntersuchung liefern Auskunft darüber, ob unbemerkt Blut aus dem Magen-Darm-Trakt oder über die Harnwege ausgeschieden wird. Eventuell kann auch eine Magen- und eine Darmspiegelung notwendig sein, um dem Verdacht auf eine Blutung auszuräumen oder zu bestätigen. Desweiteren kommt auch eine Untersuchung durch den Frauenarzt und/oder durch den Urologen und/oder den Hals-Nasen-Ohrenarzt in Frage, um Blutungen im Bereich der Genitalorgane, der Harnwege oder der Nase auszuschließen.

Anhand der Lebensumstände des Patienten (zum Beispiel Schwangerschaft, Auslandsreisen, Operationen), der Ernährungsgewohnheiten und sonstiger Symptome (zum Beispiel Durchfälle) kann der Arzt Hinweise darauf erhalten, ob eventuell ein erhöhter Bedarf an Eisen oder ein Verlust des Spurenelements beziehungsweise eine zu geringe Zufuhr oder Aufnahme vorliegt.

Ein sogenannter Eisenresorptionstest kann gegebenenfalls eine Eisen-Aufnahmestörung im Darm ausschließen. Dazu erhält die betreffende Person 100 mg zweiwertiges Eisen zum Schlucken. Jeweils zwei Stunden vor und nach der Einnahme des Eisens werden die Eisenwerte im Blut überprüft. Steigt der Wert von der ersten bis zur zweiten Messung nicht angemessen an, so weist dies auf eine Eisenresorptionsstörung hin.



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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 27.09.2011
Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC

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