Verliert eine Frau an Körpergewicht oder klagt sie über Bauchschmerzen, ist die Ultraschall-Untersuchung die beste Möglichkeit, Eierstockkrebs möglichst früh zu erkennen. Das Abtasten des Unterbauches ist nur eine orientierende Maßnahme und nicht wirklich eine Früherkennungsmöglichkeit im Hinblick auf Eierstockkrebs. Genauer ist immer die ergänzende Screening-Ultraschall-Untersuchung; sie muss jedoch meistens von der Patientin selbst bezahlt werden, sofern sie gesetzlich krankenversichert ist (sogenannte „IGeL- oder individuelle Gesundheitsleistung“). Die Zunahme des Bauchumfangs – Ursache kann beispielsweise Flüssigkeit im Bauchraum sein – ist bereits ein späteres Kennzeichen der Erkrankung. Eine Blutuntersuchung, bei der der Tumormarker CA12-5 erhoben wird, eignet sich nicht zur Früherkennung der Krebserkrankung, sondern lediglich zur Kontrolle nach ihrer Behandlung.
Univ.-Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg
Univ.-Prof. Dr. med. habil. Jürgen M. Weiss
Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur im persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter und führt zu neuen Erkenntnissen in Diagnostik und Therapie. Die hier gemachten Angaben entsprechen dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Beantwortung individuell eingesandter Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
surfmed/www.apotheken-umschau.de; 22.06.2007, aktualisiert am 26.06.2010