Das Tückische am Kolonkarzinom ist, dass es im Frühstadium meist keine oder kaum Beschwerden verursacht. Deshalb wird es leider häufig erst im Spätstadium entdeckt, wenn es durch ernste Komplikationen auf sich aufmerksam gemacht hat. Eine Heilung ist dann bereits oft nicht mehr möglich.
Blut im Stuhl kann auf Darmkrebs hinweisen. Manchmal ist dem Stuhl aber auch nur eine so geringe Menge Blut beigemengt, dass sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist. Dann spricht man von okkultem Blut, welches sich mit einem speziellen Test nachweisen lässt (siehe Kapitel Diagnose). Meistens fällt dieser beständige Blutverlust erst als Blutarmut in einer Blutbilduntersuchung auf.
Ebenso sollte eine Änderung der Stuhlgewohnheiten aufmerksam werden lassen: Plötzlich auftretende Durchfälle, Verstopfung oder beides im Wechsel oder sogenannte Bleistiftstühle, bei denen der Stuhl in Bleistiftdicke ausgeschieden wird, können auf Darmkrebs hindeuten. Können beim Abgang eines Windes geringe Mengen Stuhl nicht gehalten werden oder entschlüpfen jemanden konstant übel riechende Winde, so sollte ebenfalls an ein Kolonkarzinom gedacht werden.
Weitere mögliche Beschwerden sind Leistungsminderung, Müdigkeit, eventuell Gewichtsverlust oder Fieber. Teilweise sind starke Bauchschmerzen das einzige Symptom. In späteren Stadien kann es auch zum Darmverschluss (Ileus) kommen. Der Darm versucht die Engstelle durch vermehrten Kraftaufwand zu überwinden, der Patient klagt über massive kolikartige Bauchschmerzen.
Gelegentlich wird der Krebs erst dadurch auffällig, dass er in ein großes Blutgefäß einwächst und es zu einer massiven Blutung kommt. Oder aber wenn das Tumorgewebe beginnt, die Nachbarorgane zu ummauern: Wird der Harnleiter verschlossen, so staut sich der Urin zurück in die Nieren bis es schließlich zum Nierenversagen kommt. Bricht das Krebsgeschwür in die Blase oder die Scheide ein, kann es zu Stuhlabgang über diese beiden kommen.
Wächst der Krebs in das Nervengeflecht vor dem Kreuzbein ein, so kommt es zu sehr starken ischiasartigen Schmerzen. Sehr gefährlich wird es beim Darmdurchbruch (Perforation) in den Bauchraum mit anschließender Bauchfellentzündung.
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13.09.2005, aktualisiert am 29.09.2011
Bildnachweis: W&B/Heller
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