Zusammenfassung:
Die SPECT ist ein szintigraphisches Verfahren, das eine tomographische Abbildung des untersuchten Organs ermöglicht. Dazu werden dieselben Gamma-Strahlen aussendenden Radionuklide verwendet wie bei der planaren Szintigraphie. Bei der SPECT erfolgt die Untersuchung mit Hilfe einer um den Patienten rotierenden Gamma-Kamera einen oder zwei Detektorköpfe besitzt. Mit dem Untersuchungs-verfahren können Schnittbilder in beliebigen Ebenen aufgenommen werden, wie dies bei der CT oder der MRT möglich ist.
| Die Szintigramme sind daher ähnlich den Schnittbildern, die mit Hilfe der Computertomographie (CT) oder der Magnetresonanz-Tomographie (MRT) erhalten werden bis auf die Tatsache, dass es sich auch hier - wie bei der planaren Szintigraphie - um Bilder einer abgebildeten Organfunktion und nicht einer abgebildeten Organstruktur handelt. Tomographische Abbildungsverfahren haben allgemein den Vorteil, dass mit ihnen eine genaue örtliche (topographische) Zuordnung des zu untersuchenden Objekts innerhalb des Körpers oder im Inneren von Organen möglich ist. Außerdem werden dadurch Veränderungen im Inneren von Organen erst sichtbar, da die Abbildung durch keine Organüberlagerung gestört wird. Im speziellen Fall der SPECT können die erhaltenen szintigraphischen Schnittbilder mit denen von CT und MRT verglichen werden, sodass durch Bildfusion (image fusion) eine einwandfreie Zuordnung einer funktionellen Läsion mit einer anatomischen Struktur möglich ist. Gegenüber der planaren Szintigraphie dauert die Vorbereitung viel länger: Je nach Untersuchungsfeld zwischen 20 und 40 Minuten. SPECT Untersuchungen sind also zeitaufwändig. Deshalb ergeben sich für Patienten oft mehrere Wochen Wartezeit auf die Untersuchung. |
Quelle: surfmed;
13.09.2005, aktualisiert am 16.09.2009
Foto: W&B/ Medizinische Hochschule Hannover
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