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Pap-Test (Krebsabstrich)

Zusammenfassung:
Der Pap-Test dient in erster Linie dazu, Veränderungen der Schleimhaut des Gebärmutterhalses oder im Scheidensekret festzustellen. Er wurde von dem amerikanischen Arzt George Papanicolaou entwickelt und trägt seinen Namen. Die Untersuchung spielt eine wichtige Rolle bei der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs.




Technik

Bei der Untersuchung macht der Arzt meist mehrere Abstriche. Dabei werden Zellen mit einem Wattestäbchen oder einem Spatel entnommen, der Vorgang ist schmerzfrei. Die Proben können aus dem Kanal genommen werden, der in die Gebärmutter führt, vom Gebärmutterhals selbst und aus dem Sekret, das die Scheide abgibt. Um die Scheide bei der Probeentnahme offen zu halten, führt der Arzt zuvor einen Spiegeltrichter, das so genannte Spekulum, in die Scheide ein. Wichtig bei der Entnahme der Proben ist, dass der Arzt den Abstrich korrekt durchführt, da es sonst zu fehlerhaften Auswertungen kommen kann. Der Arzt fixiert die Proben auf einem dünnen Plättchen und sendet sie in ein Labor ein. Dort werden die Zellen speziell gefärbt und auf Veränderungen untersucht.

Mögliche Ergebnisse

Auf Grund der Laboruntersuchung fällt das Ergebnis in eine von sieben Gruppen.
Gruppe 1: Es wurden normale Zellen gefunden. Die nächste Untersuchung ist dann erst nach einem Jahr notwendig.
Gruppe 2: Es wurden Veränderungen der Schleimhaut aufgrund einer Entzündung oder eine Verhornung der Schleimhaut gefunden. Möglicherweise wird darauf hin eine neuerliche Gewebeentnahme durchgeführt.
Gruppe 3: Der Befund ist unklar. Es wurden schwere Veränderungen der Schleimhaut aufgrund einer Entzündung oder Veränderungen der Drüsenzellen gefunden. Ob diese Veränderungen jedoch gutartig oder bösartig sind, kann nicht beurteilt werden. Zusätzliche Untersuchungen mit einer Gewebeentnahme sind notwendig um ein genaues Ergebnis zu erhalten.
Gruppe 3d: Es wurden leichte bis mittlere Veränderungen der Zellen gefunden. Eine neuerliche Kontrolle sollte innerhalb von drei Monaten erfolgen.
Gruppe 4a: Es wurden schwere Veränderungen der Zellen oder ein Krebsfrühstadium - ein so genanntes Carcinoma in situ - gefunden
Gruppe 4b: Es wurden schwere Veränderungen der Zellen oder ein Krebsfrühstadium - ein sogenanntes Carcinoma in situ - gefunden. Es ist nicht auszuschließen, dass sich schon ein Karzinom entwickelt hat, das in die Schleimhaut der Gebärmutter hinein gewachsen ist.
Gruppe5: Es wurden Zellen eines Gebärmutterhalskrebses oder eines anderen Tumors gefunden, der sich auf den Gebärmutterhals ausgebreitet hat. Bei Gruppe 4a bis 5 sind unmittelbar danach weitere Untersuchungen notwendig. Dazu gehört immer, dass zusätzliche Gewebeproben entnommen und im Labor untersucht werden.

 
Der Pap-Test ist sehr genau und effektiv bei der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Bei vier von fünf untersuchten Frauen, bei denen nach einem Pap-Test ein Krebsverdacht besteht, wird nach genaueren Untersuchungen Krebs gefunden.
Ist der Test negativ, liegt die Wahrscheinlichkeit , dass dieses Ergebnis richtig ist und somit kein Krebs vorliegt, bei 98 Prozent.
Bei etwa 20 Prozent der Frauen, bei denen später Krebs festgestellt wurde, stellte sich heraus, dass ein zuvor durchgeführter Pap-Test fehlerhaft war. Drei Viertel aller übersehenen Krebserkrankungen gehen auf einen nicht korrekt durchgeführten Abstrich zurück. Das restliche Viertel wird im Labor übersehen.

 

Letzte Aktualisierung:
13.03.2007 (Patricia Herzberger)
Autor:
Frank Hartmann

Experten für diese Seite:
Univ. Prof. Dr. med. Martin Langer (Gynäkologie)
Dr. med. Alexander Stadler (Gynäkologie)



Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen, sondern können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden.


Quelle: surfmed; 13.09.2005, aktualisiert am 16.09.2009

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