Schwere Störungen des Zuckerhaushaltes kommen bei Typ 2 Diabetes seltener vor als bei Typ 1. Trotzdem sollten Patienten, ihre Angehörigen und Kollegen die Gefahren kennen, damit sie im Ernstfall richtig reagieren:
Unterzucker: Hypoglykämie nennen Ärzte Blutzuckerwerte unter 50 Milligramm pro Deziliter Blut (das entspricht 2,8 Millimol pro Liter). Auslöser gibt es viele, zum Beispiel längere Hungerphasen, Infektionen, Therapiefehler oder ungewöhnlich starke körperliche Anstrengung. Auch Alkoholgenuss kann Unterzucker begünstigen. Schon bevor der oben genannte Grenzwert für eine Unterzuckerung erreicht wird, kann ein sinkender Blutzuckerspiegel Anzeichen der Hypoglykämie auslösen. Dazu gehören Schweißausbrüche, Herzjagen, Blässe um Mund und Nase, später auch Zittern, Schwäche, Heißhunger und Kopfschmerzen. Konzentrations-, Sprach- und Sehstörungen können dazukommen, ebenso Verhaltensauffälligkeiten und Krampanfälle. Schwere Hypoglykämien führen rasch zur Bewusstlosigkeit und zum Koma. Sie sind daher ein ernster Notfall. Wenn sich die ersten Unterzuckeranzeichen einstellen, müssen Patienten deshalb sofort reagieren und den Körper mit schnell verfügbaren Kohlenhydraten versorgen: Gut geeignet sind zum Beispiel Traubenzuckertäfelchen und Fruchtsäfte. Wer zu Unterzucker neigt, sollte davon immer einen „Notvorrat“ dabei haben.