Diabetes mellitus Typ 2
Früherkennung und Diagnose

Für einen Blutzuckertest reicht ein Tröpfchen Blut aus der Fingerkuppe

Einen Rundum-Check beim Arzt zahlt die gesetzliche Krankenkasse ihren Versicherten über 35 Jahre alle zwei Jahre. Mit im Programm: Der Blutzuckertest. Aber auch Apotheken bieten die Blutzuckermessung an
Viele Menschen haben Diabetes, ohne es zu ahnen. Dabei ist die Früherkennung ganz einfach: Für den Blutzuckertest reicht schon ein Tröpfchen Blut aus der Fingerkuppe. Das Ergebnis steht nach wenigen Augenblicken fest. Viele Apotheken bieten diesen schnellen Check an.

Gesetzlich Versicherte über 35 Jahre haben alle zwei Jahre Anspruch auf die kostenfreie Früherkennungs-Untersuchung „Check-up 35“. Dabei nimmt der Arzt unter anderem Blut aus der Armvene ab. Im Labor werden dann Blutzucker und Blutfettwerte bestimmt.

Besonders empfehlenswert ist eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers für Menschen mit Risikofaktoren oder Anzeichen des metabolischen Syndroms und für alle Menschen über 45 Jahre.

Anatomie: Hier liegt die Bauchspeicheldrüse, im Bild gelb. Sie produziert das lebenswichtige Hormon Insulin. Im Vordergrund, rosa: der Dünndarm. Im Hintergrund rechts: Niere und Milz. Grün: Gallenwege und Gallenblase
Liegt der Nüchtern-Blutzucker im Kapillarblut bei 110 Milligramm pro Deziliter (das entspricht 6,1 Millimol pro Liter) oder höher, weist das auf einen Diabetes hin. Dann sind weitere Untersuchungen beim Arzt notwendig.

Glukose-Toleranztest: Dieser Test wird in Zweifelsfällen eingesetzt. Er kann schon ein Vorstadium des Diabetes aufdecken. Patienten müssen dafür über Nacht etwa 12 Stunden nüchtern bleiben. In der Praxis wird dann zunächst ihr Blutzucker bestimmt, anschließend erhalten sie eine Trinklösung mit 75 Gramm Traubenzucker. Zwei Stunden später wird der Blutzucker erneut getestet. Man entdeckt damit entweder das Vorstadium oder den bereits eingetretenen Diabetes.

Steht die Diagnose fest, wird der Arzt nach weiteren Komponenten des metabolischen Syndroms wie Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen fahnden und untersuchen, ob sich womöglich schon Folgeschäden eingestellt haben.

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