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Depressionen:
Die Seele stärken

Mit Hilfe Ihres Therapeuten haben Sie vielleicht Lebensbereiche ausgemacht, in denen sie Dinge verändern möchten, weil sie zur Entstehung Ihrer Krankheit beigetragen haben. Gehen Sie diese Punkte Schritt für Schritt an, nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor und seien nicht ungeduldig mit sich selbst


Schritt für Schritt zurück ins Leben

Kein Mensch ändert sich über Nacht. Sie werden aber sehen, dass sich schon bald wieder ein Gefühl von Kompetenz für das eigene Leben einstellen wird. Das Lernen aus Krisensituationen, die Stärkung der Eigenmacht ist für jeden Menschen ein fortlaufender Prozess.

Eine weitere Möglichkeit, die eigene Seele zu stärken, ist es, als positiv empfundene, neue Fähigkeiten zu erlernen. Darauf zielen auch die zusätzlichen Therapien ab. Vielleicht wollten Sie schon immer gerne tanzen oder Malen lernen? Dann tun Sie es. Möglicherweise leben Sie Ihr Leben nach der Depression anders als zuvor. Im besten Falle sind Sie sogar zufriedener als mit dem Leben vor der Erkrankung.

Gemeinsam mit Ihrem Therapeuten können Sie Methoden erarbeiten, mit denen Sie sich selbst aktiv helfen können, gesund zu bleiben. Achten Sie auf eventuelle Anzeichen einer erneuten depressiven Phase.


Reagieren Sie, indem Sie bewusst noch mehr Zeit für Dinge einplanen, die sie persönlich als entlastend empfinden, beispielsweise regelmäßigen Sport oder Treffen mit Freunden. Und gehen Sie rechtzeitig zum Arzt, um die erneute Depression möglichst früh behandeln zu lassen.

Insbesondere für Menschen, die an einer bipolaren Depression leiden, kann es Sinn machen, mit Hilfe eines Stimmungstagebuchs nach individuellen Auslösern und "Frühwarnzeichen" für depressive wie manische Stimmungen zu suchen, um geeignete Gegenstrategien für die Zukunft zu entwickeln. Da es in manischen Phasen vor allem darum geht, eine strukturierte Planung so weit als möglich aufrecht zu erhalten, ist auch das Erstellen von Wochenplänen, die den Tagesablauf umfassend beschreiben, eine nützliche Maßnahme, die den Erkrankten stabilisieren hilft. Auch mit solchen "Hilfsmitteln" können Sie Ihren Heilungsprozess aktiv mitgestalten. Und haben so bei etwaigen erneuten Anzeichen von Depression oder Manie der Erkrankung etwas entgegenzusetzen. Gehen Sie außerdem in eine Selbsthilfegruppe für Depressive. Das unterstützt und begleitet Sie.



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www.apotheken-umschau.de; 14.12.2006, aktualisiert am 07.03.2011
Bildnachweis: iStock/ louwes

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