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Depression: Werden „Glückshormone“ freigesetzt wenn man Sport treibt?

Kann Sport auch bei depressiven Menschen „Glückshormone“ freisetzen oder klappt gerade das nicht? Aus der "Experten-Sprechstunde Depression – Ursachen, Diagnose, Therapie"


Gemeinsam sportlich aktiv: Das kann auch bei Depressionen neue Kräfte mobilisieren

Sportliche Betätigung hat auch bei depressiven Menschen eine positive Wirkung auf die Stimmung. Im Körper werden Endorphine (schmerzhemmende  und stimmungsaufhellende körpereigene Substanzen) freigesetzt und Neurotransmittersysteme (Neurotransmitter = Nervenbotenstoffe) aktiviert. Das klappt auch bei Menschen mit Depression, wenngleich Sport alleine meist nicht ausreicht, um aus der depressiven Stimmung  wieder ganz herauszukommen. Sport wirkt allerdings nur, wenn er regelmäßig und auch über einen ausreichend langen Zeitraum, das heißt über 30 bis 60 Minuten mehrmals die Woche, ausgeübt wird.
Das Problem ist, dass sich viele Menschen mit Depressionen wegen ihrer Antriebsstörung und des Interesseverlustes meist nicht aufraffen können, Sport zu treiben. Auch sind viele so untrainiert, dass sie ganz schnell erschöpft sind und daher zunächst keine positiven Erfahrungen machen, wenn sie Sport ausprobieren. Hier gilt es, mit leichteren sportlichen Betätigungen zu beginnen, wie zum Beispiel Walking, am besten in einer Gruppe.



Professor Dr. med. Ulrich Voderholzer
Ärztlicher Direktor / Chefarzt
Schön Klinik Roseneck, Prien am Chiemsee



Unser Experte beantwortet in der Sprechstunde "Depression" weitere interessante Fragen zum Thema Depressionen.


Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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www.apotheken-umschau.de; 10.03.2009, aktualisiert am 02.05.2011
Bildnachweis: W&B/Jan Greune

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