Darmkrebs: Welche Rolle der Lebensstil spielt

Das eigene Verhalten beeinflusst das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Was Sie tun können, um der Krankheit vorzubeugen

von Dr. Achim G. Schneider, aktualisiert am 14.07.2014

Gesunde Ernährung: Nicht zu viel rotes Fleisch - lieber mehr Obst und Gemüse

Panthermedia/Marco Baass

Ein Viertel aller Darmkrebserkrankungen ließe sich durch eine gesunde Lebensführung vermeiden. Das ergab eine Langzeitstudie an über 55 000 Menschen in Dänemark, deren Ergebnisse das British Medical Journal im Jahr 2010 veröffentlichte. Die Autoren erkannten in ihrer Analyse fünf Lebensgewohnheiten, die das Darmkrebsrisiko steigern: zu große Mengen Alkohol, Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht sowie eine Ernährung mit viel rotem Fleisch und wenigen Ballaststoffen.

Dass Schadstoffe aus dem Essen auf ihrem Weg durch den Verdauungstrakt die Darmgesundheit beeinträchtigen, dürfte nicht überraschen. Doch Tabakgifte bringen die meisten wohl nur mit Lungen- und Gefäßerkrankungen in Verbindung. Auch leuchtet es nicht unmittelbar ein, warum Sport das Darmkrebsrisiko senkt. Anlass, die eigenen Lebensgewohnheiten zu überdenken.


Diese Lebensgewohnheiten steigern das Darmkrebsrisiko

  • Rauchen ist ein Risikofaktor bei der Darmkrebsentstehung
    Thinkstock/istock

    Tabakrauch

    Gifte wie Nikotin und Benzpyren konzentrieren sich in der Lunge. Ein Teil davon tritt durch die Lungenbläschen in das Blut über und gelangt auf diesem Weg zum Dickdarm. Dort schädigen die Gifte das Erbgut von Darmzellen.

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  • Ein Glas Weißwein
    Thinkstock/iStockphoto

    Alkohol

    Er gelangt durch die Dünndarmwand in den Blutkreislauf. Die Leber baut Alkohol allmählich um zu Azetaldehyd. Beide Substanzen verursachen im Dickdarm Entzündungen und schädigen das Erbgut von Darmzellen.

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  • Dicker Mann
    Jupiter Images GmbH/Creatas Images

    Übergewicht

    Fettzellen – besonders am Bauch und an den Organen – bilden Botenstoffe, die das Risiko für Darmkrebs erhöhen. Dazu zählen Leptin und der insulinähnliche Wachstumsfaktor. Beide Substanzen fördern Entzündungen.

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  • Rotes Fleisch ist ein Risikofaktor bei der Darmkrebsentstehung
    Thinkstock/istock

    Rotes Fleisch

    Der Dünndarm transportiert Schadstoffe wie heterozyklische Amine, die beim Braten entstehen, zum Dickdarm. Bakterien erzeugen dort weitere Schadstoffe wie N-Nitroso-Verbindungen. Ein Teil der Substanzen verteilt sich über den Blutkreislauf im Körper.

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Bildnachweis: Panthermedia/Marco Baass, Thinkstock/istock, Thinkstock/iStockphoto, Jupiter Images GmbH/Creatas Images

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