Zur medikamentösen Vorbeugung von Darmkrebs gibt es eigentlich nichts Neues. Grundsätzlich wirken Medikamente, zum Beispiel sogenannte COX-2-Hemmer (Entzündungshemmer, die unter anderem gegen Gelenkschmerzen bei Rheuma eingesetzt werden), oder Acetylsalicylsäure. Sie sind wegen ihrer teilweise erheblichen Nebenwirkungen aber derzeit nicht zur Vorbeugung von Dickdarmkrebs zugelassen; die Nebenwirkungsrate ist höher als der Vorteil, den man sich "erkauft". Manchmal kann bei einer erblichen Polypenerkrankung (Polyposis coli) die Einnahme eines COX-2-Hemmers sinnvoll sein. Das muss im Einzelfall aber der Facharzt abwägen.
Prof. Dr. med. J. F. Riemann
Ehem. Direktor der Med. Klinik C
Klinikum der Stadt Ludwigshafen gGmbH
Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur
im persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter und führt zu neuen Erkenntnissen in Diagnostik und Therapie.
Die hier gemachten Angaben entsprechen dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Beantwortung individuell eingesandter Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
surfmed/www.apotheken-umschau.de;
30.10.2007, aktualisiert am 17.08.2011
Bildnachweis: Image 100/ RYF