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Wann spricht man überhaupt von Darmverstopfung?

Wie viele Toiletten- bzw. Stuhlgänge pro Tag/pro Woche sind eigentlich normal? Aus der "Experten-Sprechstunde Verdauungskrankheiten"


Manchmal veranlasst der Arzt bei Verstopfung eine Spiegelung des Dickdarmes (von unten). Die Kapselendoskopie (von oben) bildet den Dünndarm ab

Normaler Stuhlgang heißt: zwischen zweimal täglich und zweimal wöchentlich. Dabei ist der Stuhl in der Regel geformt, bei einigen Menschen durchaus auch weich. Wenn die letztgenannte Frequenz nicht erreicht wird, vor allem aber dann, wenn auch Beschwerden wie Blähungen, Stuhldrang ohne Stuhlabsetzen, gegebenenfalls auch Schmerzen dazukommen, spricht man von einer Verstopfung. Diese wird als chronisch bezeichnet, wenn sie über mehrere Wochen anhält und durch eine Umstellung der Ernährungsweise und/oder des Lebensstils, insbesondere der körperlichen Aktivität, nicht beeinflussbar ist, sodass zu Abführmitteln gegriffen werden muss. Die chronische Verstopfung kann durch vielerlei Ursachen bedingt sein. Es gibt aber auch Menschen, die gewohnheitsmäßig dazu neigen (sogenannte habituelle Obstipation). Dann ist der Darm eher träge; das kann mit der Lebensweise, mit psychischen Faktoren beziehungsweise bestimmten Verhaltensmustern oder auch mit Anomalien (sehr langer, durchhängender Darm; Bindegewebsschwäche) zusammenhängen.

 

Prof. Dr. med. J. F. Riemann
Ehem. Direktor der Med. Klinik C
Klinikum der Stadt Ludwigshafen gGmbH


Unsere Experten der "Sprechstunde Verdauungskrankheiten" beantworten zahlreiche interessante Fragen rund um die Kindergesundheit.


Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



surfmed/www.apotheken-umschau.de; 29.10.2007, aktualisiert am 26.05.2011
Bildnachweis: W&B/ Szczesny

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