| Um den Enddarm herum verläuft ein Geflecht von Blutgefäßen, der so genannte Corpus cavernosus recti. Dieser Teil des Schließapparates dient zur Bildung eines elastischen Polsters vor dem Afterausgang. Konstitutions- oder altersbedingte Bindegewebsschwäche führen zu einer Erweiterung dieser Blutgefäße, die in den Enddarm hinein zu ragen beginnen, wo sie leicht verletzt werden können. Chronische Verstopfung und auch sitzende Tätigkeiten begünstigen diesen Prozess. Weitere Risikofaktoren sind ein erhöhter Verschlussdruck des Afters, sowie Übergewicht. Analvenenthrombosen werden oft fälschlicherweise als äußere Hämorrhoiden bezeichnet. Sie entstehen durch Thrombosierung (Gerinnselbildung) von unter der Haut gelegenen Venen am Rand des Afters bei heftigem Pressen. Die Symptome sind dabei ein plötzlicher Schmerz und Ausbildung eines tastbaren bläulichen Knotens. Frische Analvenenthrombosen können in lokaler Betäubung ausgeschnitten. Ältere Analvenenthrombosen behandelt man mit abschwellenden, schmerzstillenden Salben. |
Quelle: surfmed;
13.09.2005, aktualisiert am 14.01.2010
Illustration: W&B/ Neisel
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