Leistenbruch (Leistenhernie): Diagnose

Im Normalfall erkennt der Arzt einen Leistenbruch bereits durch die körperliche Untersuchung. Auch die Ausstülpung in der Leiste ist charakteristisch
12.12.2013

Auf einen Leistenbruch kann der Arzt meist schon schließen, wenn er die Leistenregion abtastet

Thinkstock/iStockphoto

Beschreibt der Patient Symptome, die für einen Leistenbruch sprechen, stellt der Arzt zunächst gezielte Fragen. Zum Beispiel wann die Beschwerden auftreten und ob sie permanent bestehen. Anschließend untersucht der Arzt die Leistenregion. Sieht er keine Ausstülpung, fordert er den Patienten auf zu husten. Denn dabei erhöht sich der Druck im Bauchraum und die Hernie wird unter der Haut sichtbar. Lässt sich die Schwellung bereits so erkennen, fühlt der Mediziner sie ab und testet aus, ob sich diese nach innen drücken lässt. Er beobachtet zudem, wie sich die "Beule" im Liegen oder Stehen verändert und ob sie Schmerzen hervorruft. Beim Mann tastet der Arzt zusätzlich die Hoden ab.

Reicht diese körperliche Untersuchung nicht aus, nimmt der Arzt eine Ultraschall-Untersuchung vor. Denn nicht immer führt eine Hernie zu Leistenschmerzen. Auch geschwollene Lymphknoten, Tumoren oder Aussackungen von Gefäßen können dahinterstecken.


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