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Hämorrhoiden: Die vier Stadien der krankhaften Vergrößerung der Hämorroiden.

Wie stellt der Arzt fest, dass sie schuld an Beschwerden am Darmausgang, zum Beispiel auch Absonderung von Blut, sind? Aus der "Experten-Sprechstunde Verdauungskrankheiten"


Hämorrhoiden 4. Grades

Bei Hämorrhoiden unterscheidet der Arzt vier Schweregrade:

  • Hämorrhoiden ersten Grades sind nur proktoskopisch, also bei einer Enddarm-Spiegelung, zu erkennen. Es sind nur innerlich leicht vorgewölbte Gebilde.
  • Die nächste Stufe sind Hämorrhoiden, die vorfallen. Sie zeigen sich am deutlichsten nach dem Stuhlgang oder beim Pressen während der Untersuchung. Hämorrhoiden zweiten Grades ziehen sich von selbst wieder zurück.
  • Hämorrhoiden dritten Grades müssen mit dem Finger zurückgeschoben werden.
  • Äußere Hämorrhoiden, die nicht mehr zurückgeschoben (reponiert) werden können, sind Hämorrhoiden vierten Grades.

Hämorrhoiden ab dem zweiten Grad kann der Arzt ohne körperlichen Eingriff mit dem bloßen Auge erkennen. Weitere Untersuchungen sind bezüglich des Hämorrhoidalleidens nicht erforderlich. Jedoch sollten andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Dazu bieten sich Untersuchungen wie zum Beispiel eine Mastdarmspiegelung (Rektoskopie) an, aber auch eine Dickdarmspiegelung (Koloskopie) und bestimmte Funktionsuntersuchungen.

Hautfalten am After, sogenannte Marisken, werden des Öfteren mit Hämorrhoiden verwechselt. Häufig sind Hämorrhoiden aber mit einem Vorfall der Haut im unteren Abschnitt des Enddarms und Marisken kombiniert. Außerdem kommen Verschlüsse (Thrombosen) in den unter der Haut gelegenen Analrandvenen vor. Es ist allenfalls die knotige Form solcher Thrombosen, die an Hämorrhoiden denken lassen könnte.

 

 

Prof. Dr. med. Alexander Herold
End- und Dickdarm-Zentrum Mannheim



Unsere Experten beantworten in der "
Sprechstunde Verdauungskrankheiten" viele interessante Fragen zu Problemen mit der Leber, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase, Magen und Darm

 

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



surfmed/www.apotheken-umschau.de; 26.09.2007, aktualisiert am 26.04.2011
Bildnachweis: W&B/ Szczesny

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