Bei Morbus Crohn sind Steroide, also Medikamente mit dem Wirkstoff Kortison, Mittel der Wahl. Bei sehr schwerem Krankheitsverlauf, das heißt, wenn der Betroffene schlecht auf Steroide anspricht, sollten frühzeitig Immunsuppressiva, die Immunabwehr unterdrückende Medikamente, eingesetzt und dann aber auch über einige Jahre eingenommen werden. Neu entwickelte Arzneimittel, sogenannte Anti-TNF-Antikörper (TNF ist die Abkürzung für "Tumornekrosefaktor"), stehen zur Verfügung, wenn diese Therapie nicht greift. Anlass zur Operation sind hochgradige, anderweitig nicht behandelbare Darmverengungen, Fistelgänge zur Blase oder zu anderen Organen in Verbindung mit deutlichen Beschwerden, sowie ein Versagen der medikamentösen Therapie. Darunter versteht man, dass trotz intensiver Behandlung ausgeprägte Krankheitszeichen wie Schmerzen, Durchfälle, Fieberschübe und Gewichtsverlust vorhanden sind und die Lebensqualität eingeschränkt ist.
Eindeutig bewiesen ist, dass sich Rauchen sehr negativ auf die Erkrankung auswirkt.
Prof. Dr. med. J. F. Riemann
Ehem. Direktor der Med. Klinik C
Klinikum der Stadt Ludwigshafen gGmbH
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31.10.2007, aktualisiert am 01.08.2011
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