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Das hilft bei Blähungen

Sie versuchen Ihren Blähbauch zu kaschieren? Das muss nicht sein. Wie Sie vorbeugen können und Winde in den Griff bekommen


Der Traum vieler Frauen: ein flacher Bauch. Bei einigen bläht sich dieser aber auf

Jeder Mensch hat Blähungen, das ist normal. Peinlich kann es trotzdem werden, wenn die Winde nicht lautlos entweichen oder gar unangenehm riechen. Gehen die Gase jedoch nicht ab, bläht sich der Bauch auf. Leider hilft es dann weder, die Luft anzuhalten, noch den Bauch einzuziehen.

Blähungen entstehen, wenn bei der Verdauung Gase freigesetzt werden. Unter anderem Bakterien, die sich im Dickdarm befinden, bilden diese Gase, wenn sie Nahrungsbestandteile verstoffwechseln. Die entweichende Luft besteht normalerweise aus geruchlosen Gasen wie Wasserstoff, Kohlendioxid und Methan. Aus manchen Speisen, zum Beispiel Zwiebeln oder Lauch, setzen die Dickdarm-Bakterien aber auch Schwefelverbindungen frei. Und Schwefel riecht bekanntlich nicht wie ein edles Parfüm.


Auch andere Lebensmittel begünstigen Blähungen: Kohlgemüse, Bohnen und Vollkornbrot, aber auch Sprudelwasser oder Bier zählen dazu. Wer sich besonders ballaststoffreich ernährt – zum Beispiel morgens Müsli, mittags Salat und abends Vollkornbrot mit Kichererbsenaufstrich – leidet gerade zu Beginn häufig an Blähungen.

Blähungen? Achtung Lebensmittelunverträglichkeit!

Daneben können Unverträglichkeiten gegen Milchzucker (Laktose-Intoleranz), Gluten (Zöliakie) oder Fruchtzucker (Fruktose-Intoleranz) Blähungen auslösen. Selten steckt auch eine ernste Krankheit dahinter, zum Beispiel eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung. Siedeln sich Bakterien im Dünndarm an, die dort nomalerweise nicht vorkommen, kann das auch zuviel Luft verursachen. Häufiger ist aber ein sogenannter Reizdarm der Hintergrund für Blähbauch und Gasbildung.

Wer seiner Meinung nach zu oft Blähungen hat, sollte dies beim Arzt abklären lassen. Der kann eine Unverträglichkeit oder andere organische Ursachen ausmachen. Ansonsten gilt: Besonders blähungsfördernde Lebensmittel lieber sparsam verwenden. Jeder muss dabei für sich austesten, welche Speisen er am wenigsten verträgt. Dabei hilft ein Ernährungstagebuch.

Fenchel und Kümmel gegen Blähungen

Gewürze wie Fenchel, Kümmel oder Koriander sollen Winden entgegenwirken. Würzen Sie Speisen damit – je nach Geschmack. Und: Wer langsam isst und gründlich kaut, erleichtert seinem Darm die Arbeit.

Kommen die Blähungen ungelegen – etwa vor einem Opernbesuch – oder belasten sie, kann ein Fenchel-Anis-Kümmel-Tee helfen. Alternativ kommen Kautabletten oder Tropfen mit entschäumenden Substanzen wie Dimeticon infrage. Wichtig: Diese Mittel zur oder direkt nach einer Mahlzeit einnehmen.




Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/BrandXPictures

Apothekerin Dr. Martina Melzer / www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 15.05.2014,
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