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Darmdivertikel – medizinische Bedeutung

Sind diese Aussackungen der Darmschleimhaut oder Darmwand wirklich immer harmlos?


Es gibt kaum etwas Gesünderes als regelmäßige körperliche Bewegung – auch für den Darm

Darmdivertikel sind in aller Regel harmlos; sie bleiben meist auch lebenslang ohne Beschwerden. Man kann durch ballaststoffreiche Kost, Trinken von viel Flüssigkeit (Tee, Mineralwasser) und Bewegung einem gleichzeitig auftretenden Reizdarm oder einer schmerzhaften Divertikelkrankheit vorbeugen. Reizdarm bedeutet, kurz gesagt, dass der Darm verkrampft ist und Leibschmerzen sowie Neigung zu Durchfall und Verstopfung im Wechsel bestehen. Entkrampfende Medikamente, sogenannte Spasmolytika, können in dieser Situation hilfreich sein. Dies gilt auch für die Divertikelkrankheit, bei der sehr heftige Schmerzen oder Schmerzanfälle auftreten können. Operative Maßnahmen sind nur bei Komplikationen einer Entzündung der Divertikel (so genannte Divertikulitis höherer Schweregrade) notwendig.

 

 

 

Prof. Dr. med. J. F. Riemann
Ehem. Direktor der Med. Klinik C
Klinikum der Stadt Ludwigshafen gGmbH


Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur
im persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter und führt zu neuen Erkenntnissen in Diagnostik und Therapie.
Die hier gemachten Angaben entsprechen dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Beantwortung individuell eingesandter Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
 



surfmed/www.apotheken-umschau.de; 17.10.2007, aktualisiert am 26.04.2011
Bildnachweis: Dynamic Graphics/ John Foxx

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