Der Darm – unser Verdauungsorgan

Wie wichtig eine gesunde Verdauung ist, merken viele erst, wenn der Darm Beschwerden bereitet. Hier finden Sie Informationen zu Verdauungsstörungen, Darm-Erkrankungen und Darmkrebs

aktualisiert am 14.01.2014

Anatomie des Darms (Für die komplette Grafik bitte auf die Lupe oben links klicken)

W&B/Ulrike Möhle

Ob Torte, Tablette oder Tomate: Alles muss durch ihn hindurch. Etwa acht Meter lang ist der Darm eines Erwachsenen und seine Aufgabe ist es vor allem, alles was wir an Nährstoffen benötigen aus der Nahrung aufzunehmen.

Zur Anatomie des Darms: Speisen passieren auf ihrem Weg zum natürlichen Ausgang, dem After, zunächst den ähnlich wie der Buchstabe "C" geformten Zwölffingerdarm (Duodenum). Er ist der erste Teil des Dünndarms, in dem ein Großteil der Nährstoffe aufgenommen – also resorbiert – wird. Die beiden weiteren Teile des Dünndarms heißen Leerdarm (Jejunum) und Krummdarm (Ileum).


Der Krummdarm mündet an der sogenannten Krummdarmpapille (Bauhin-Klappe) in den Dickdarm. Dessen Aufgabe ist es, dem Stuhl Wasser und Salze – also letzte Nährstoffe – zu entziehen. Der Dickdarm bildet eine Art Rahmen um den Dünndarm. Mediziner unterteilen ihn in einen aufsteigenden, einen querverlaufenden und einen absteigenden Abschnitt. Die Region, in der die Krummdarmpapille mündet, nennt sich auch Blinddarm (Caecum). Durch die Blinddarmentzündung, die viele aus leidvoller Erfahrung kennen, ist vor allem sein kleines Anhängsel, der sogenannte Wurmfortsatz (Appendix) bekannt. Der letzte Abschnitt des Dickdarms ist der Mastdarm (Rektum). Über den Analkanal verlässt der Stuhl schließlich den Körper.

Krankheiten des Darms gibt es viele. Zu den wichtigsten Symptomen, die durch Darmkrankheiten verursacht werden zählen Durchfall, Verstopfung, Blähungen und Blut im Stuhl. Was dahinter steckt, kann recht unterschiedlich sein: Das Spektrum der Ursachen reicht vom Reizdarm über Magen-Darm-Infektionen und chronisch entzündlichen Darmkrankheiten wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa bis hin zu Darmkrebs. Um letzteren möglichst früh zu erkennen empfiehlt sich die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen, wie einer Darmspiegelung (Koloskopie), auf die alle gesetzlich Versicherten ab 55 Jahren einen Anspruch haben. Ist die erste Untersuchung unauffällig, folgt die zweite erst nach zehn Jahren.

Besonders peinlich sind vielen Menschen Beschwerden im Analbereich. Hämorrhoiden, eine Analfistel oder eine Analfissur sind unangenehm, lassen sich aber meist gut behandeln. Daher sollte man nicht zögern, sondern lieber zügig den Arzt aufsuchen.



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