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Was erhöht das Brustkrebsrisiko?

Es gibt offenbar verschiedene Faktoren, die das Risiko, Brustkrebs zu bekommen, erhöhen. Welche sind das? Aus der„Experten-Sprechstunde Brustkrebs“


Erblicher Brustkrebs kann Folge eines Strukturfehlers im Erbmaterial sein. Hier die DNA-Doppelhelix als Symbol der Erbinformation

Es gibt mehrere Risikofaktoren für das Auftreten von Brustkrebs: eine frühe erste Menstruation bzw. Monatsblutung (zum Beispiel schon im Alter von unter 12 Jahren) oder eine späte letzte Menstruation (beispielsweise erst mit über 55 Jahren), und zwar wegen der verlängerten Einwirkung der Geschlechtshormone auf das Brustgewebe; ferner ein Lebensalter von über 30 Jahren bei der ersten Entbindung, mehr noch von über 35 Jahren; sodann die Hormonersatztherapie in den Wechseljahren (ab einer bestimmten Therapiedauer; orientierend werden hier Zeiträume von mehr als fünf Jahren genannt), außerdem regelmäßiger, maßgeblicher Alkoholkonsum, Übergewicht und Rauchen. Eine Genmutation, hier beispielsweise die Strukturveränderung des sogenannten BRCA1-Gens, erhöht das Risiko nachhaltig, auch wenn erblicher Brustkrebs eher selten ist. BRCA leitet sich vom englischen „breast cancer“, also Brustkrebs, ab. Neben dem BRCA1-Gen gibt es noch weitere Gene, die bei Brustkrebs und anderen Krebserkrankungen eine Rolle spielen. Normalerweise nehmen diese Gene, solange sie unversehrt sind, Kontrollfunktionen bei der Zellteilung wahr. Bei einer Mutation entstehen Lücken im Kontrollprozess, sodass die krebsfördernden Mechanismen überhand nehmen können. Die erbliche Mutation des BRCA1-Gens ist neben derjenigen des BRCA-2-Gens besonders bedeutsam, denn sie erhöht das Risiko, Brustkrebs im Laufe des Lebens zu bekommen, um das Fünf- bis Achtfache, das heißt, im Alter von etwa 70 bis 85 Jahren (sogenanntes Lebenszeitrisiko) kann das Risiko auf etwa 80% ansteigen.

 

Priv.-Doz. Dr. med. Günter Raab, Experte der „Sprechstunde Brustkrebs, in der Sie viele Fragen und Antworten zu diesem Thema finden.

 

Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
 



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Priv.-Doz. Dr. med. G. Raab, München/www.apotheken-umschau.de; 26.02.2007, aktualisiert am 26.06.2010
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF

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