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Warum keine Aromatasehemmer vor den Wechseljahren?

Warum werden Aromatasehemmer, die doch sehr wirksam und zugleich recht verträglich sein sollen, nicht auch vor den Wechseljahren eingesetzt? Aus der „Experten-Sprechstunde Brustkrebs“

Labor

Neue Behandlungsformen bei (Brust-) Krebs werden zuerst in Studien geprüft

Aromatasehemmer hemmen die Bildung von Östrogenen, körpereigenen Geschlechtshormonen der Frau, in der Rindenzone der Nebennieren sowie im Muskel- und Fettgewebe. Diese Organe sind die noch verbleibenden Östrogenproduktionsstätten nach den Wechseljahren. Vor den Wechseljahren entsteht das meiste Östrogen in den Eierstöcken. Daran ist zwar auch das Enzym Aromatase beteiligt, doch seine medikamentöse Hemmung wäre hier nicht ausreichend. Mehr noch: Die Blockade der Östrogenbildung außerhalb der Eierstöcke würde deren Produktion sogar noch zusätzlich ankurbeln. Und das wäre bei einem hormonabhängigen Brustkrebs fatal. Allerdings laufen derzeit Studien mit Patientinnen, die vor den Wechseljahren Brustkrebs bekommen haben: Die Eierstöcke sind bei ihnen medikamentös ruhiggestellt worden; gleichzeitig werden die Frauen mit einem Aromatasehemmer behandelt. Die Ergebnisse stehen noch aus (weitere Informationen zu dieser sogenannten „Soft“-Studie bei der German Breast Group: http://www.germanbreastgroup.de; www.apothelen-umschau.de übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Internetseiten).



Priv.-Doz. Dr. med. Günter Raab, Experte der „Sprechstunde Brustkrebs“, in der Sie interessante Fragen, Antworten und Tipps finden.


Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

 

 

 



Priv.-Doz. Dr. med. G. Raab, München/www.apotheken-umschau.de; 08.03.2007, aktualisiert am 26.06.2010
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF

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