Breast is best: Muttermilch ist die beste Babynahrung in den ersten Lebensmonaten. Pluspunkt für die Mutter: Stillen trägt zum Schutz gegen Brustkrebs bei
Die Brust der Frau (lateinisch „Mamma“) ist aus Drüsen-, Fett- und Bindegewebe aufgebaut. Sie verfügt über Nerven, Blut- und Lymphbahnen und ist damit an das Nerven-, Immun- und Gefäßsystem des Körpers angeschlossen. Das Drüsengewebe wiederum besteht aus Drüsenläppchen (Lobuli glandulae mammariae). Dort nehmen die kleinen Milchgänge ihren Ausgang. Auf ihrem Weg zur Brustwarze vereinigen sie sich zu größeren Gängen (Ducti lactiferi), wie auch mehrere Läppchen einen größeren Drüsenlappen ergeben.
In der fruchtbaren Lebensphase unterliegt das Brustdrüsengewebe dem wechselnden Einfluss der weiblichen Geschlechtshormone. Nach dem Eisprung in der Zyklusmitte weiten sich die Milchgänge etwas, und die Drüsenläppchen nebst Drüsenzellen vergrößern sich vorübergehend. Das Bindegewebe nimmt mehr Flüssigkeit auf, die Brust wird größer, fester, spannt womöglich etwas. Sinn des Ganzen: Vorbereitung auf die Milchproduktion und das Stillen, die eigentlichen Aufgaben der Brust. Stellen, die sich oft etwas uneben, höckrig oder gar knotig anfühlen, können in der zweiten Zyklushälfte zunehmen und schmerzempfindlich sein. Das ist aber keinesfalls gleichbedeutend mit Brustkrebs.
Manchmal ist der Grund eine Mastopathie (siehe Kapitel „Ursachen und Risikofaktoren“), ein gutartiger Umbau des Brustgewebes. Tritt keine Schwangerschaft ein, gehen mit dem Einsetzen der Monatsblutung die störenden Veränderungen wieder zurück. Die Drüsenzellen reifen übrigens erst in der Schwangerschaft vollständig aus und vermehren sich sogar noch. In diesem Zusammenhang ist interessant, dass vollendete Schwangerschaften und das Stillen bis zu einem bestimmten Grad das Brustkrebsrisiko günstig beeinflussen. Mit Beginn der Wechseljahre bildet sich das Drüsen- und Bindegewebe zurück, die Formfestigkeit der Brust lässt nach.
Bei einem bösartigen Tumor der Brust (Mammakarzinom) verändern sich Zellen im Drüsengewebe grundlegend. Dies passiert entweder im Bereich eines Läppchens (lobulär) oder, häufiger noch, in einem Milchgang (duktal). Die weiblichen Geschlechtshormone – Östrogene und Gestagene beziehungsweise beide zusammen – können diese Vorgänge beeinflussen. Ein Hauptmerkmal der Krebszellen ist, dass sie sich ungehemmt vermehren. Auf diese Weise wächst die Geschwulst heran und wird schließlich zumeist als Knoten tastbar. Bösartige Zellen können über das Lymph- und Blutgefäßsystem in andere Organe gelangen und dort Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden.
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13.09.2005, aktualisiert am 27.09.2011
Bildnachweis: Stockbyte/ RYF
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