Auffälligkeiten der Brust, auch in der Stillzeit, sollte immer der Frauenarzt kontrollieren
Wenn eine Schwangerschaft festgestellt worden ist, sollte im Rahmen der Schwangerenvorsorge auch die Brust vom Frauenarzt abgetastet werden. Nur bei Auffälligkeiten sind weitere Untersuchungsmethoden notwendig. In der Stillzeit beispielsweise muss bei Veränderungen, die sich nicht durch die allgemeinen oder speziellen Maßnahmen gegen einen Milchstau oder eine Brustentzündung (Mastitis) zurückbilden, eine weitergehende Diagnostik erfolgen. In Kürze zur Erläuterung: Zeichen eines Milchstaus sind Verhärtungen und Schmerzen der Brust. Ein solcher Stau, aber auch Risse in der Brustwarze können zur Entzündung führen. Die betroffenen Partien fühlen sich heiß und knotig oder geschwollen an und sind schmerzhaft. Meistens stellen sich auch allgemeine Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen ein.
Vorbeugend wirken hier beispielsweise häufiges Anlegen des Babys und feucht-warme Umschläge vor dem Stillen zum besseren Entleeren der Milchgänge. Bei einer Entzündung empfehlen sich kühlende Umschläge, Medikamente, die den Milchfluss etwas bremsen und eventuell ein Antibiotikum.
Bleiben also nach diesen Maßnahmen eine Verhärtung oder ein Knoten unverändert in der Brust bestehen, so müssen diese Veränderungen unverzüglich untersucht werden; gegebenenfalls beinhaltet das auch die Entnahme einer Gewebeprobe.
Priv.-Doz. Dr. med. Günter Raab, München, Experte der „Sprechstunde Brustkrebs“, in der Sie viele Fragen und Antworten zu diesem Thema finden.
Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
Priv.-Doz. Dr. med. G. Raab, München/www.apotheken-umschau.de;
26.02.2007, aktualisiert am 21.02.2011
Bildnachweis: Stockbyte/ RYF