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Bronchitis, akute
Therapie

Manchmal reichen Hausmittel, Schleimlöser oder Hustenstiller im Kampf gegen die akute Bronchitis nicht aus. Wann Antibiotika nötig sind, und was sonst noch hilft


Hustensaft bei akuter Bronchitis

Ist die Entzündung – wie meist – durch Viren bedingt, dann ist eine ursächliche Therapie in der Regel nicht möglich. Die Behandlung zielt auf die Linderung der Beschwerden ab.

Neben einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr kommen je nach Situation Schleimlöser oder Hustenstiller in Betracht. Hausmittel wie zum Beispiel warme Brustwickel, Dampfinhalationen und Schwitzkuren können zur Verbesserung des Befindens beitragen, sollten aber nicht angewandt werden, wenn Herz- oder Kreislauferkrankungen bestehen.


Bei Fieber über 39 Grad ist ebenfalls auf wärmende Verfahren zu verzichten. Bei Bedarf kann die Temperatur mit Wadenwickeln gesenkt werden. Eine bakterielle Bronchitis kann mit Antibiotika behandelt werden.

Medikamente

  • Schleimlöser: Die Medikamente Bromhexin, Ambroxol oder Acetylcystein sollen das Bronchialsekret verflüssigen, wodurch es sich leichter abhusten lässt. Eine Wirkung dieser Substanzen setzt eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr voraus. Achtung: Schleimlöser sollten in der Regel nicht mit Hustenstillern kombiniert werden, da sonst der flüssige Schleim nicht abgehustet werden kann.
  • Hustenstiller: Hustenstiller, die sogenannten Antitussiva wie etwa Codein oder Noscapin, wirken gegen den quälenden Hustenreiz. Sie dämpfen das Husten-Reflexzentrum im Gehirn. Bei kurzzeitger Anwendung können sie sinnvoll sein, insbesondere, wenn der Husten das Durchschlafen unmöglich macht. Allerdings behindern sie das erforderliche Abhusten des Schleims, wodurch eventuell die Abheilung der Entzündung verzögert werden kann. Bei zu langem oder missbräuchlichen Einsatz kann Codein auch zu Abhängigkeit führen.
  • Antibiotika: Bei der häufigen Entzündung der Bronchien durch Viren ist eine antibiotische Behandlung nicht wirksam. Ist die akute Bronchitis hingegen durch Bakterien verursacht, zeigt sich dies meist durch eine gelbliche oder grünliche Verfärbung des Auswurfs. In diesem Fall können Antibiotika eingesetzt werden.

    Antibiotika sind auch dann sinnvoll, wenn nach einer Virusinfektion eine Sekundärinfektion (Superinfektion) mit Bakterien aufgetreten ist, oder wenn weitere Grunderkrankungen wie etwa Asthma oder COPD (chronisch obstruktive Bronchitis, siehe chronische Bronchitis) bestehen.

    Bei älteren Patienten und bei Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr sollte auch bei viraler akuter Bronchitis der Einsatz von Antibiotika erwogen werden. Denn das kann eine eventuelle Sekundärinfektion mit Bakterien verhindern – was bei einer Immunschwäche sehr gefährlich werden kann.

Weitere Maßnahmen

Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung können folgende Maßnahmen das Allgemeinbefínden bessern:

  • mehrmals täglich Inhalationen mit Kochsalzlösung. Achtung: Kinder unter sechs Jahren sollten nicht mit mentholhaltigen Extrakten inhalieren!
  • viel Trinken: 2,5 bis 3 Liter am Tag – so verflüssigt sich der Schleim, wodurch er besser abgehustet werden kann. Achtung: Bei vorbestehenden chronischen Herz- oder Nierenerkrankungen sollte die Trinkmenge von einem Arzt festgesetzt werden.
  • hustenlösend wirken pflanzliche Wirkstoffe wie Thymian und Primelwurzel. Efeu und Eibisch lindern den Hustenreiz. Bei der Auswahl und Anwendung geeigneter Präparate berät die Apotheke.
  • körperliche Schonung, bei Fieber: Bettruhe
  • Schwitzkuren – erst ein heißes Vollbad, danach heiße Milch mit Honig oder Lindenblütentee trinken und warm zugedeckt ins Bett gehen.


Achtung: Bei Herz-Kreislaufproblemen besser auf die letzten beiden wärmenden Verfahren (Wickel / Schwitzkuren) verzichten!



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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 18.11.2011
Bildnachweis: Image Source/ RYF

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