Das Abhorchen der Lunge hilft dem Arzt, die akute Bronchitis von anderen Erkrankungen zu unterscheiden
Der Arzt muss vor allem eine Lungenentzündung, (allergisches) Asthma und bei länger bestehender Symptomatik eine chronische Bronchitis und deren Folgen (siehe chronische Bronchitis) ausschließen. Insbesondere bei älteren Rauchern mit über acht Wochen bestehender Symptomatik sollten auch weitergehende Überlegungen (Tuberkulose, Lungenkarzinom) angestellt und entsprechend untersucht werden.
Die akute Bronchitis kann meist schon auf Grund der Krankengeschichte und der typischen Beschwerden vermutet werden. Das Abhorchen und Abklopfen des Bronchien- und Lungenarreals gibt Hinweise auf Lage und Ausbreitung. Zusätzlich werden in der Regel auch die Ohren, die Nasennebenhöhlen, der Mund- und Rachenraum sowie die Lymphknoten am Hals untersucht.
Vor allem bei Verdacht auf eine bakterielle Entzündung wird der Arzt die Erreger mit einer Probe des Auswurfs oder mit einer Blutprobe identifizieren.
Über eine Blutuntersuchung können die Entzündungswerte wie CRP (C-reaktives Protein), BSG (Blutsenkungs-Geschwindigkeit) und die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) ermittelt werden. Bei einer bakteriellen Infektion sind die BSG, das CRP und die Zahl der Leukozyten meist deutlich höher als bei der viralen Bronchitis.
Bei ausgeprägten Beschwerden oder blutigem Auswurf sollte eine Röntgenuntersuchung der Lungen erfolgen. So können eine Lungenentzündung, bösartige Tumore oder eine Tuberkulose meist ausgeschlossen werden.
Bei bakteriellen Infektionen kann der abgehustete Schleim, das Sputum, mikrobiologisch untersucht werden. So lässt sich nicht nur der Erreger identifizieren, sondern auch feststellen, welches Antibiotikum gegen ihn wirkt.
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13.09.2005, aktualisiert am 18.11.2011
Bildnachweis: Photo Alto/RYF
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