Akute Bronchitis

Starker Husten mit Schleim? Dahinter könnte eine akute Bronchitis stecken. Ein Überblick über Ursachen, Symptome und Therapie

aktualisiert am 31.01.2014

Akute Bronchits mit Fieber: Besser das Bett hüten

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Was ist eine akute Bronchitis?

Die akute Bronchitis gehört zu den häufigsten Erkrankungen der Atemwege. Die Schleimhaut, die die Bronchien auskleidet, ist dabei entzündet. Bronchien sind die Fortsetzung der Luftröhre. Diese teilt sich am unteren Ende in zwei Hauptbronchien auf, die die eingeatmete Luft in die beiden Lungenflügel führen. Dort verzweigen sich die Bronchien immer feiner, bis sie in die Alveolen (Lungenbläschen) münden.

Bei jungen Menschen ist die akute Bronchitis meist als starker Husten im Rahmen einer "normalen" Erkältung innerhalb von zwei Wochen überstanden. Sie kann jedoch – insbesondere bei älteren Menschen oder bei einer vorbestehenden chronischen Erkrankung – länger anhalten und ernstzunehmende Folgen haben. Besteht eine Bronchitis länger als drei Monate am Stück in zwei aufeinander folgenden Jahren, so spricht man von der chronischen Bronchitis.


Unser Experte: Professor Jürgen Behr, Facharzt für Innere Medizin

Klinikum der Universität München/A.Steeger

Symptome: Wie äußert sich die akute Bronchitis?

Hauptsymptom ist ein heftiger, anfangs meist trockener Husten. Oft schmerzt dabei der Brustkorb. Im Verlauf der Bronchitis bildet die Bronchialschleimhaut vermehrt Sekret, das als "Auswurf" abgehustet wird. Es entsteht ein produktiver Husten mit Schleim. Allgemeine Erkältungssymptome wie Mattheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Schnupfen oder Halsweh und eventuell Fieber können zusätzlich bestehen.

Ursachen und Risikofaktoren: Wie kommt es zur akuten Bronchitis?

Die akute Bronchitis wird in den meisten Fällen von Viren hervorgerufen. Bakterien sind eine seltenere Ursache. Sie befallen vorwiegend die schon geschwächten Bronchien: Zum Beispiel können sich die Erreger in einem durch eine chronische Bronchien- oder Lungenerkrankung geschädigten Gewebe besser vermehren. Auch als "bakterielle Superinfektion" können sie sich auf eine bestehende Virenbronchitis "aufpfropfen" und die Symptome verschlimmern.

Begünstigt wird eine akute Bronchitis durch Luftschadstoffe wie Reizgase, Staub und Tabakrauch. Auch Kälte und trockene Luft können sich ungünstig auf die Bronchien auswirken.

Therapie: Was hilft gegen die akute Bronchitis?

Gegen die Beschwerden können – je nach Fall – schleimlösende oder hustenstillende Medikamente helfen. Bei einer bakteriellen Ursache müssen unter Umständen Antibiotika verabreicht werden. Es ist wichtig, ausreichend viel zu trinken, da dies hilft, das Sekret zu verflüssigen. Bei vorbestehenden chronischen Herz- oder Nierenerkrankungen sollten Patienten mit dem Arzt klären, wie viel sie trinken dürfen. Zusätzlich eignet sich Inhalieren, zum Beispiel mit einer Kochsalzlösung.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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