Entstehung: Was passiert im Körper?
Die Entzündung der Schleimhaut stellt eine Abwehrreaktion des Körpers gegen angreifende Erreger wie Viren oder Bakterien dar: Die Bronchialschleimhaut wird vermehrt durchblutet, damit die Immunzellen und -faktoren des Blutes besser wirken können. Schleimhautzellen produzieren mehr Sekret, das durch Abhusten aus dem Körper transportiert wird.
Folgeerkrankungen: Kann die akute Bronchitis ernste Folgen haben?
Bei älteren Menschen oder bei einer chronischen Herz-, Lungen- oder Immunsystemerkrankung kann eine akute Bronchitis auch schwere Folgen haben: So kann sie zu andauerndem Husten mit Auswurf führen und damit chronisch werden (siehe chronische Bronchitis) oder in eine Lungenentzündung (Pneumonie) übergehen. Besteht eine schwere Grunderkrankung wie eine Herzschwäche, ein Asthma bronchiale oder eine COPD kann sich auch diese verschlimmern und sogar lebensbedrohlich werden.
Therapie: Was hilft gegen die akute Bronchitis?
Zur Linderung der Beschwerden kommen eventuell schleimlösende und hustenstillende Medikamente zum Einsatz. Bei einer bakteriellen Ursache müssen unter Umständen Antibiotika verabreicht werden. Es ist sehr wichtig, viel zu trinken: Mengen von 2,5 bis 3 Liter pro Tag – bei Fieber auch mehr – helfen, das Sekret zu verflüssigen. Bei vorbestehenden chronischen Herz- oder Nierenerkrankungen sollte die Trinkmenge von einem Arzt festgesetzt werden. Unterstützen können dabei auch hustenlösende Kräuter-Tees und Inhalationen, zum Beispiel mit Kochsalzlösung. Achtung: Kinder unter sechs Jahren sollten nicht mit mentholhaltigen Extrakten inhalieren. Bestehen weder Herz-Kreislaufprobleme noch Fieber, können "Hausrezepte" wie warme feuchte Brustwickel und Schwitzkuren zur Linderung beitragen.
Prävention: Was Sie vorbeugend tun können
Es gilt, die Körper-Abwehr durch regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung, Wechselduschen, Saunabäder sowie ausreichenden Schlaf zu stärken. Füße und Hände sollten immer warm gehalten werden.
Vor allem bei Rauchern treten Atemwegsinfekte gehäuft auf. Weil Rauchen auch die Gefahr von zahlreichen anderen schwerwiegenden Erkrankungen erhöht, sollte man eine Entwöhnung unbedingt anstreben – gegebenenfalls auch mit ärztlicher Unterstützung oder durch ein strukturiertes Raucher-Entwöhnungsprogramm.
Ältere Menschen ab dem 60. Lebensjahr und Personen mit einem geschwächten Immunsystem oder vorgeschädigten Atemwegen sollten sich einmal im Jahr gegen Grippe impfen lassen. Bei Vorbestehenden Erkrankungen der Atemwege oder gehäuften Infekten ist auch eine "Pneumokokken-Impfung" angebracht.