Lyme-Borreliose

Die Lyme-Borreliose wird hauptsächlich durch Zecken übertragen. Typisches Frühsymptom ist eine Rötung an der Stichstelle, die sich langsam ausbreitet (Wanderröte). Sie kann aber auch fehlen. Mehr zu Diagnose und Therapie

aktualisiert am 29.01.2015

Zecken können Krankheiten wie Borreliose übertragen

Panthermedia/Herbert Riemann

Was ist eine Lyme-Borreliose?

Die Lyme-Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die nahezu ausschließlich von infizierten Zecken übertragen wird. Sie ist die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit. Sehr selten können möglicherweise auch fliegende Insekten (Pferdebremsen, Stechmücken) Krankheitsüberträger sein. Beim Blutsaugen geben die winzigen Spinnentiere die Erreger an ihr "Opfer" weiter. Erreger der Lyme-Borreliose sind Bakterien aus der Gruppe der Borrelien.


Infektionsgefahr besteht weltweit und in allen Regionen Deutschlands. In der Mitte und im Süden des Landes sind etwas mehr Zecken infiziert als im Norden. Im Mittel trägt hierzulande etwa jede fünfte Zecke Borrelien in sich.

In der "Zeckensaison" von März bis Oktober ist die Ansteckungsgefahr am größten. Doch auch im Herbst und sogar im Winter kommen Zeckenstiche vor, ist deshalb eine Übertragung möglich. Mehr dazu im Kapitel "Ursachen / Risikofaktoren".

Welche Symptome kommen vor?

Die Lyme-Borreliose kann sehr unterschiedliche Symptome verursachen. An der Stelle des Zeckenstichs kann sich nach Tagen bis Wochen eine charakteristische ringförmige Rötung ausbilden, deren Durchmesser anwächst (Wanderröte, Erythema migrans). Im weiteren Verlauf kommt es manchmal zu Nervenschmerzen, Lähmungen, Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten aber auch Rückenmark und peripheren Nerven. Diese Neuroborreliose kann also alle Anteile des zentralen und peripheren Nervensystems befallen. Auch Gelenkbeschwerden (Lyme-Arthritis) oder bestimmte Hautveränderungen treten auf. Die Symptome variieren jedoch. Mehr dazu im Kapitel "Symptome".


Beratender Experte: Dr. med. Lothar Schmidt, Facharzt für Neurologie sowie Facharzt für Nervenheilkunde

W&B/Privat

Borreliose: Wie sieht die Therapie aus?

Die Behandlung der Borreliose sollte möglichst frühzeitig erfolgen. Der Arzt verschreibt in der Regel Antibiotika.

Gegen Lyme-Borreliose gibt es keine Impfung. Maßnahmen zum Schutz vor Zeckenstichen sind deshalb besonders wichtig. So lässt sich gleichzeitig auch anderen Krankheiten vorbeugen, die von Zecken übertragen werden – beispielsweise der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Schätzungen zufolge erkranken in Deutschland jährlich rund 50.000 bis 100.000 Personen. Namensgeber für die Lyme-Borreliose ist der Ort Lyme im US-Bundesstaat Connecticut, wo die Krankheit beschrieben wurde.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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Video

Dr. Frühwein

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Bildnachweis: W&B/Privat, Panthermedia/Herbert Riemann
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