Niedriger Blutdruck ist oft harmlos. Manchmal kann einem aber schwindelig oder schwarz vor den Augen werden. Tipp: Check beim Arzt. Falls alles ok: Kreislauf trainieren!
Chronisch erhöhter Blutdruck ist der wichtigste Risikofaktor für einen Schlaganfall, aber auch für Herzinfarkt, Herzschwäche, Nierenversagen und andere Organschäden. Mehr als jeder zweite der über 50-Jährigen in der Bundesrepublik leidet an Bluthochdruck. Das Problem gehört damit zu den Hauptursachen von Herz- und Kreislauferkrankungen.
Niedriger Blutdruck kann natürlich auch Folge (nicht Ursache!) von Krankheiten wie zum Beispiel einigen Herzklappenerkrankungen, Herzschwäche, Hormonmangelzuständen, fieberhaften Infekten und anderen Erkrankungen sein. Ein ständig niedriger Blutdruck mit systolischen Werten im Bereich von 90 bis 110 mmHg ist dagegen im Hinblick auf das Herz-Kreislauf-Risiko günstig. Begleiterscheinungen können allerdings Schwindelneigung und Müdigkeit sein. Ein zu niedriger Blutdruck mit systolischen Werten unter 90 mmHg kann zur Ohnmacht und zu einem Kreislaufschockzustand führen. Bedrohlich wird die Situation insbesondere dann, wenn ein zu niedriger oder nicht mehr messbarer Blutdruck sich auch in liegender Position nicht bessert.
Professor Dr. med. Wolfram Delius, München
Unser Experte beantwortet in der „Sprechstunde Herz, Gefäße, Kreislauf“ viele weitere Fragen rund um die Herzgesundheit.
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14.10.2008, aktualisiert am 17.08.2011
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