In der Systole zieht sich das Herz zusammen und wirft das Blut aus: in die Hauptschlagader (und in die Lungenschlagadern). Dieser Phase entspricht der obere, systolische Messwert des Blutdrucks
Herz und Blutgefäße – Arterien und Venen – stellen ein mit Blut gefülltes, untereinander verbundenes System dar. Wenn sich die linke Herzkammer zusammenzieht, wird Blut in die große Körperschlagader (Aorta) gepumpt. Wie hoch der dabei entstehende Druck ist, hängt von der gepumpten Menge und dem Widerstand der nachgeschalteten arteriellen Gefäße ab. Im Idealfall sind ausgeworfene Blutmenge und Durchmesser der Arterien so aufeinander abgestimmt, dass ein zur Versorgung aller Organe optimaler Blutdruck zustande kommt. Der zum Zeitpunkt des Blutauswurfs (Systole des Herzens) gemessene „systolische" Blutdruck sollte im Bereich 110 bis maximal 140 mmHg liegen, der zum Zeitpunkt der erneuten Füllung der Herzkammer (Diastole) gemessene „diastolische“ Blutdruck sollte 80 bis 90 mmHg betragen. Beim liegenden Menschen sind die Blutdruckwerte von Kopf bis Fuß fast identisch. Im Stehen kann der Blutdruck nur aufrechterhalten werden, weil der Organismus einer Blutansammlung in der unteren Körperhälfte durch Engstellung der Blutgefäße entgegenwirkt.
Professor Dr. med. Wolfram Delius, München
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14.10.2008, aktualisiert am 28.09.2011
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