Chronisch erhöhter Blutdruck ist der wichtigste Risikofaktor für einen Schlaganfall, aber auch für Herzinfarkt, Herzschwäche, Nierenversagen und andere Organschäden. Mehr als jeder zweite der über 50-Jährigen in der Bundesrepublik leidet an Bluthochdruck. Das Problem gehört damit zu den Hauptursachen von Herz- und Kreislauferkrankungen.
Niedriger Blutdruck kann natürlich auch Folge (nicht Ursache!) von Krankheiten wie zum Beispiel einigen Herzklappenerkrankungen, Herzschwäche, Hormonmangelzuständen, fieberhaften Infekten und anderen Erkrankungen sein. Ein ständig niedriger Blutdruck mit systolischen Werten im Bereich von 90 bis 110 mmHg ist dagegen im Hinblick auf das Herz-Kreislauf-Risiko günstig. Begleiterscheinungen können allerdings Schwindelneigung und Müdigkeit sein. Ein zu niedriger Blutdruck mit systolischen Werten unter 90 mmHg kann zur Ohnmacht und zu einem Kreislaufschockzustand führen. Kritisch wird die Situation insbesondere dann, wenn ein zu niedriger oder nicht mehr messbarer Blutdruck sich auch in Horizontallage nicht bessert.
Professor Dr. med. Wolfram Delius, München
Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden. Aber diese Informationen können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter und führt zu neuen Erkenntnissen in Diagnostik und Therapie. Die hier gemachten Angaben entsprechen dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Beantwortung individuell eingesandter Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.