Gemäß Herzaktion, also den Pump- und Füllungsphasen der beiden Hauptherzkammern, werden ein systolischer und ein diastolischer Druck in mmHg bestimmt. Der systolische Druck entspricht dem ersten, oberen Wert bei der Blutdruckmessung, der diastolische dem zweiten, unteren. Komfortable Geräte ermöglichen es, den Druck selbst zu messen. Werte oberhalb des Normalbereiches kennzeichnen verschiedene Schweregrade der Hypertonie.
Normalwerte des Blutdrucks und Klassifikation des Bluthochdrucks*:
Optimal:
unter 120 mmHg systolisch, unter 80 mmHg diastolisch
Normal:
120 – 129 mmHg systolisch / 80 – 84 mmHg diastolisch
Hoch normal (noch normal):
130 – 139 mmHg systolisch / 85 – 89 mmHg diastolisch
Hypertonie Grad 1 (leicht):
140 – 159 mmHg systolisch / 90 – 99 mmHg diastolisch
Hypertonie Grad 2 (mittelschwer):
160 – 179 mmHg systolisch / 100 – 109 mmHg diastolisch
Hypertonie Grad 3 (schwer):
ab 180 mmHg systolisch / ab 110 mmHg diastolisch
Isolierte systolische Hypertonie (Pulsdruckhypertonie):
ab 140 mmHg systolisch / unter 90 mmHg diastolisch
* Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL© 2008
Diese Werte gelten für Erwachsene aller Altersgruppen. Die isolierte systolische Hypertonie ist, wie eingangs bereits erwähnt, Folge des Alterungsprozesses der Gefäße und der Arteriosklerose; diese Hypertonieform ist daher charakteristisch für das höhere Lebensalter. Wegen des erhöhten Schlaganfall- und Herzinfarktrisikos muss der Blutdruck gerade auch in dieser Lebensphase im Auge behalten werden. Bei Kindern ist der Blutdruck niedriger als bei Erwachsenen; der systolische Wert liegt je nach Alter zwischen 90 und 120 mmHg, der diastolische unter 90 mmHg. Apropos: Zu niedriger Blutdruck (Blutniederdruck, Hypotonie) liegt definitionsgemäß vor, wenn der Druck unter 105/60 mmHg absinkt.
Untersuchungen des Blutes und des Harns
Blutanalysen beinhalten die Bestimmung der Blutfette – Gesamt-, HDL- und LDL-Cholesterin sowie Triglyzeride –, und des Blutzuckers. Sie umfassen ferner ein Blutbild sowie die Bestimmung von Kalium, Harnsäure und Kreatinin. Der Harn wird auf Beimengungen von Eiweiß und roten Blutkörperchen untersucht. In Verbindung mit der Kreatininbestimmung kann sich der Arzt auf diese Weise schon ein gewisses Bild von der Nierenfunktion machen.