Bluthochdruck entwickelt sich bekanntlich häufig am Übergang zur zweiten Lebenshälfte, ein Datum, das bei Frauen fast immer im Zeichen der Wechseljahre steht. In dieser Lebensphase auftretende Symptome wie Nervosität, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsprobleme und nachlassende Leistungsfähigkeit werden bei Frauen daher tendenziell eher der hormonellen Umstellung zugeschrieben, als dass an einen Bluthochdruck gedacht wird. Doch kann auch er der Grund dafür sein. Ähnlich verhält es sich mit bislang unbekannten Beschwerden wie Herzklopfen oder Herzstolpern, Pulsunregelmäßigkeiten (Herzrhythmusstörungen), Kopfschmerzen oder einer irgendwie “nervösen Atemlosigkeit”. Am besten ist es, sich bei neu aufgetretenen Symptomen dieser Art alsbald vom Arzt untersuchen zu lassen – das gilt natürlich für Männer wie für Frauen. Noch ein Hinweis für Männer: Bluthochdruck kann bei ihnen schon früher einsetzen als bei Frauen, deren Gefäße bis zu den Wechseljahren ja durch die weiblichen Geschlechtshormone vor Anfälligkeiten geschützt sind. Anzeichen bei Männern könnte zum Beispiel auch eine beginnende Erektionsschwäche (verminderte Steife des Gliedes) sein. Es ist sicher hilfreicher, dies im Falle eines Falles beim Arzt anzusprechen, als es aus falscher Scham zu verschweigen und fortgesetzt darunter zu leiden.