Blumenkohl: Vielseitiges Gemüse

Blumenkohl ist gesund, kalorienarm und lässt sich vielseitig zubereiten – zum Beispiel als Auflauf, im Eintopf oder als gedünstete Gemüsebeilage

aktualisiert am 09.01.2014

Blumenkohl ist in Deutschland das ganze Jahr erhältlich

Thinkstock/iStockphoto

Inhaltsstoffe: Gesund und kalorienarm

Im Blumenkohl finden sich zahlreiche Mineralstoffe sowie B-Vitamine und Vitamin C. Vitamin C ist zum Beispiel wichtig für das Bindegewebe. Daneben enthält Blumenkohl wie viele andere Kohlsorten reichlich Vitamin K. Patienten, die bestimmte Gerinnungshemmer einnehmen, müssen unter Umständen mit dem Konsum von Blumenkohl vorsichtig sein, da er die Wirkung der Medikamente beeinträchtigen kann. Am besten fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker. Blumenkohl ist wie fast alle Gemüsesorten sehr kalorienarm.

Herkunft des Blumenkohls: Mit den Kreuzfahrern nach Europa?

Der Blumenkohl stammt wohl vom Wildkohl ab. Dieser ist an den Küsten des Mittelmeers und den europäischen Westküsten beheimatet. Mit den Kreuzfahrern soll er nach Italien gekommen sein, von wo aus er sich bis ins 16. Jahrhundert in ganz Europa verbreitete.


Botanik: Roter, gelber und violetter Blumenkohl

Als Kohl gehört Brassica oleracea var. botrytis zu den Kreuzblütengewächsen. Anders als bei anderen Kohlarten werden nicht seine Blätter verzehrt, sondern sein Blütenstand. Dessen fleischig verdickte Blütensprossen, die in einem Kopf zusammenstehen, bilden sich bereits im ersten Jahr – was ungewöhnlich ist für einen Kohl. Am bekanntesten ist der weiße Blumenkohl, es gibt aber auch violette, gelbe und rote Arten. Weil deren Hüllblätter die "Blume" nicht komplett umschließen, ist diese beim Heranwachsen dem Licht ausgesetzt – das bewirkt die Einfärbung. Ein weiteres Beispiel ist der gelbgrüne Romanesco, dessen Röschen ein wenig aussehen wie spitze Türme. Nicht zuletzt aber wegen seiner Druckempfindlichkeit werden die Sorten bevorzugt, deren Blätter den Blütenstand abdecken.

Blumenkohl: 12 Monate im Jahr erhältlich

Als eine der beliebtesten Gemüsesorten der Deutschen erhält man den Blumenkohl das ganze Jahr über. Wärmere Länder wie Italien, Spanien und Frankreich produzieren ihn zwischen Ende September und Anfang Juni. Hierzulande – aber auch in den Niederlanden und in Belgien – wird er von Frühjahr bis Spätherbst meist auf Feldern angebaut. Geerntet wird er, bevor die Blume ihre Festigkeit und Farbe verliert und "schießt", also gelbe Blüten bildet.

Lagerung: Achten Sie auf grüne Blätter und saftigen Strunk

Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass die Blätter schön grün sind, der Strunk saftig und die Blume selbst keine Flecken aufweist. Wie bei allen Lebensmitteln gilt auch beim Blumenkohl: Frisch schmeckt er am besten. Ein oder zwei Tage hält er sich jedoch auch im Kühlschrank. Wer dieses Gemüse länger lagern will, blanchiert die einzelnen Röschen, schreckt sie in Eiswasser ab und friert sie in Tiefkühlbeuteln ein.

Tipps zur Zubereitung: Kochen, garen, überbacken

Die weiße Farbe des Blumenkohls erhält sich angeblich besser, wenn man etwas Milch oder Zitronensaft dazugibt. Um möglichst viele seiner wertvollen Inhaltsstoffe zu bewahren, sollte die Garzeit möglichst kurz sein.

Der Blumenkohl ist ein äußerst vielseitiges Gemüse. Es gibt praktisch keine Zubereitungsart, für die er sich nicht eignet: Man kann ihn roh essen, kochen, garen, dünsten, im Eintopf verwenden oder überbacken. Besonders beliebt ist der milde Geschmack des Gemüses mit Béchamelsauce oder mit Käse überbacken, auf klassische Art serviert man ihn mit zerlassener Butter.

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Nährwerttabelle: Blumenkohl (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
22

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
2

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
15
Kalium (K)
280
Calcium (Ca)
20
Magnesium (Mg)
15
Phosphat (P)
50
Eisen (Fe)
0,5
Zink (Zn)
0,3

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
10
Vitamin E (mg)
0,1
Vitamin B1 (mg)
0,09
Vitamin B2 (mg)
0,09
Vitamin B6 (mg)
0,20
Folsäure (µg)
50
Vitamin C (mg)
65

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle



Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

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