Prinzipiell kann eine Blinddarmentzündung auch chronisch werden; die Beschwerden sind hier aber nicht unbedingt richtungsweisend. Mithilfe einer bildgebenden Untersuchung wie Ultraschall kann der Arzt einen möglicherweise auffällig entzündlich veränderten Wurmfortsatz (Blinddarm) dingfest machen. Eine konservative Behandlung gibt es nicht. Behandlungsmethode der Wahl ist die Entfernung des erkrankten Blinddarms (Appendektomie). Einschränkend muss man jedoch sagen, dass vor allem bei untypischen Unterbauchbeschwerden häufig der Blinddarm angeschuldigt und entfernt wird, die Diagnose aber hinterher nicht bestätigt werden kann. Es empfiehlt sich daher eine sorgfältige diagnostische Abklärung. Dabei muss immer an andere mögliche Ursachen wie zum Beispiel den Reizdarm, die Divertikelkrankheit oder manchmal auch an Nierensteine gedacht werden.
Prof. Dr. med. J. F. Riemann
Ehem. Direktor der Med. Klinik C
Klinikum der Stadt Ludwigshafen gGmbH
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29.10.2007, aktualisiert am 26.06.2010
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