Beschränkt sich der Tumor auf die Blasenschleimhaut, kann er durch die sogenannte transurethrale Resektion (TUR) entfernt werden. Dafür führt der Operateur einen Schlauch mit einer daran befindlichen elektrischen Schlinge in die Blase ein und entfernt das betroffene Gewebe über die Harnröhre. Um das Rückfallrisiko zu verringern, wird meist ein Medikament über einen Katheter in die Blase gegeben (Instillationstherapie). Die Behandlung wird je nach Arzneimittel in definierten Abständen wiederholt.
Ist der Tumor bereits in die Muskelschicht eingewachsen, liegen jedoch keine Anzeichen für Tochtergeschwülste (Metastasen) vor, muss das Karzinom durch eine Operation vollständig entfernt werden. Neben der gesamten Harnblase, muss der Operateur bei Männern zusätzlich Prostata und Samenbläschen entnehmen. Bei Frauen umfasst der Eingriff die Harnblase, die Gebärmutter, beide Eierstöcke und Eileiter sowie einen Teil der Scheidenwand. In jedem Fall muss eine künstliche Harnableitung geschaffen werden.
Lässt der Allgemeinzustand des Patienten eine operative Entfernung der Harnblase nicht zu oder lehnt der Patient diese ab, kommt eine Strahlentherapie in Betracht. Ebenso, wenn sich der Krebs in einem fortgeschrittenen Stadium befindet – die Strahlentherapie lindert hierbei die Beschwerden.
Inwieweit eine Chemotherapie vor oder nach der Operation dazu beitragen kann, ein möglichst gutes Behandlungsergebnis zu erzielen, ist noch nicht eindeutig geklärt. Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten oder ist es zu einem Rückfall gekommen, kann manchmal eine Chemotherapie in Frage kommen. Meist werden dann mehrere Medikamente über einen bestimmten Zeitraum kombiniert. Da es auch nach der Behandlung zu einem Rückfall kommen kann, müssen Patienten regelmäßig zur Nachkontrolle gehen.
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13.09.2005, aktualisiert am 11.04.2012
Bildnachweis: Stockbyte/RYF
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