Immer wieder eine Blasenentzündung – das muss nicht sein. Denn Sie können bereits mit einfachen Maßnahmen vorbeugen:
1) Viel trinken: Wer seine Blase gut spült, verringert das Risiko, dass sich dort Bakterien festsetzen.
2) Regelmäßig zur Toilette: Die Blase regelmäßig und vollständig entleeren – nicht erst wenn sie prall voll ist. Frauen, die zu Blasenentzündungen neigen, können vorbeugen, in dem sie nach dem Geschlechtsverkehr innerhalb von 15 Minuten Wasserlassen. Keime, die zu einer Infektion führen könnten, werden so einfach ausgespült.
3) Immer von vorne nach hinten säubern: Bei der Reinigung nach dem Stuhlgang sollten Sie immer von der Scheide zum After wischen. Das verringert das Risiko, dass Bakterien aus dem Magen-Darmtrakt in die Harnröhre gelangen.
4) Baumwollunterwäsche tragen und diese bei 60° waschen: Das macht den meisten Keimen den Garaus. Die Slips sollten zudem nicht zu eng sitzen, um eine Reizung des Schambereiches zu vermeiden.
5) Intimhygiene: Den Schambereich am besten nur mit warmem Wasser (ohne Seife!) waschen.
6) Auswahl des Verhütungsmittels: Für Frauen, die zu Blasenentzündungen neigen, sind bestimmte Verhütungsmittel geeigneter als andere. So schützen zum Beispiel Kondome sehr gut vor beim Geschlechtsverkehr übertragenen Erregern, während von spermiziden Cremes und mechanischen Verhütungsmitteln wie der Spirale eher abzuraten ist. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Frauenarzt!
7) Kalte Füße vermeiden und feuchte Badeanzüge gleich nach dem Schwimmen ausziehen: So beugen Sie einer Unterkühlung vor.
8) Preiselbeersaft trinken: Es gibt Hinweise auf eine antibakterielle Wirkung von Preiselbeersaft.
Eine dauerhafte Antibiotikatherapie (zum Beispiel mit Nitrofurantoin, Trimethoprim oder Cotrimoxazol) zur Vorbeugung ist nur angezeigt, wenn mehr als drei Harnwegsinfektionen im Jahr auftreten. Wie lange eine solche Behandlung nötig ist, legt der Arzt fest. Eventuell kann es für Frauen auch sinnvoll sein, nach dem Geschlechtsverkehr vorbeugend eine Tablette eines Antibiotikums einzunehmen.
Manche Frauen neigen nach den Wechseljahren vermehrt zu Harnwegsinfektionen. Eine mögliche Ursache dafür ist ein Östrogenmangel, der die Schleimhaut empfindlicher für Bakterien macht. In diesem Fall kann eine Behandlung mit Östrogenpräparaten unter Umständen helfen. Eine lokale Anwendung von östrogenhaltigen Cremes im Bereich der vorderen Scheidenwand und Harnröhre ist möglicherweise empfehlenswert. Ihr Frauenarzt berät Sie zu Risiken und Nebenwirkungen.
Manchmal kann es auch sinnvoll sein, den Urin anzusäuern, um Harnwegsinfekten vorzubeugen. Ob diese Maßnahme bei Ihnen Nutzen verspricht, weiß Ihr Arzt.
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13.09.2005, aktualisiert am 31.01.2012
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF, PhotoDisc/RYF
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