Selbsthilfe
Wenn Sie unter einer Blasenentzündung leiden, sollten sie zwei bis drei Liter pro Tag trinken und die Blase häufig entleeren. So werden die Keime möglichst schnell ausgespült. Gut geeignet sind Nieren- und Blasentees, die es zum Beispiel in der Apotheke gibt. Sie enthalten unter anderem Bärentraubenblätter, denen eine antibakterielle Wirkung nachgesagt wird.
Auch eine Wärmflasche, warme Sitzbäder oder feuchtwarme Umschläge im Blasenbereich können die Beschwerden lindern, weil sie die glatte Muskulatur der Blase entspannen und so die Schmerzen mildern.
Therapie durch den Arzt
Bei einer bakteriellen Blasenentzündung helfen Antibiotika, die Symptome rasch und effektiv zu beseitigen. Welches Präparat der Arzt verordnet, hängt von der Art der Infektion ab. Häufig verschriebene Wirkstoffe sind Cotrimoxazol, Ciprofloxacin oder Ofloxacin. Üblicherweise müssen Sie die Tabletten drei bis zehn Tage einnehmen.
Schlucken Sie das Medikament auf jeden Fall so lange, wie der Arzt es Ihnen verordnet hat. Wenn Sie es zu früh absetzen, kann der Infekt unter Umständen wiederkehren. Nach einem Tag Antibiotikatherapie sollten sich die Beschwerden bereits gebessert haben. Nach drei bis fünf Tagen ist auch der Urinbefund wieder unauffällig.
Sind Pilze die Auslöser der Blasenentzündung, wird der Arzt pilztötende Mittel (Antimykotika) verordnen. Dies ist jedoch relativ selten der Fall.
Bei starken Schmerzen können zusätzlich krampflösende Medikamente, wie zum Beispiel Butylscopolamin, hilfreich sein, um die Blasenmuskulatur zu entspannen.
www.apotheken-umschau.de;
13.09.2005, aktualisiert am 31.01.2012
Bildnachweis: PhotoDisc/RYF
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