Harnsteine können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Eine erbliche Komponente spielt sicher oft eine Rolle. So neigen manche Volksgruppen vermehrt zu Steinleiden der Harnwege. Einigen Arten von Harnsteinen liegen mittlerweile genau erforschte Genveränderungen zu Grunde, die zu Störungen im Auf- oder Abbau beziehungsweise Transport bestimmter Stoffe im Körper führen. Letzteres ist beispielsweise bei Zystinsteinen der Fall. Sind nämlich die Transportbedingungen der Aminosäure Zystin im Körper krankhaft verändert, dann steigt das "Angebot" des nur schwer löslichen Eiweißbausteins im Urin. Das heißt nichts anderes, als dass sich mit großer Wahrscheinlichkeit Steine bilden.
Eine andere Ursache wiederkehrender Steinleiden sind Übergewicht sowie unbehandelte oder wiederholte Harnabflussstörungen oder Harnwegsinfekte.
Einige Arten von Steinen lassen sich durch bestimmte Diäten oder die Einnahme von Medikamenten vermeiden:
Um die genaue Zusammensetzung und mögliche Ursachen feststellen zu können, ist es in jedem Fall ratsam, Harnsteine nach ihrem Abgang oder der operativen Entfernung zu untersuchen. Nur so kann der Urologe die entsprechenden Ratschläge zur Vorbeugung einer erneuten Steinbildung geben (Ärzte sprechen hierbei von Stein-Metaphylaxe).
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jens Rassweiler, Dr. med. Marcel Hruza
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29.05.2007, aktualisiert am 02.05.2012
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