Typische Beschwerden wie Schmerzen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen, Brennen der Harnröhre lenken den Verdacht auf eine Harnröhrenentzündung.
Zum Nachweis der Urethritis wird meistens der Urin untersucht. Als Schnelltest eigenen sich bestimmte Teststreifen, welche sowohl Abwehrzellen im Harn als auch das Vorhandensein von Keimen anzeigen können (Nitrit und Leukozyten). Eine genaue Analyse der Erreger ist mit verschiedenen Labormethoden möglich.
Sind Keime im Urin, so können sie theoretisch an jeder Stelle der Harnwege siedeln. Um eine Harnröhrenentzündung nachzuweisen, wird ganz gezielt der zuerst austretende Urin im Probengefäß aufgefangen, und danach Mittelstrahlurin gesammelt. Beide Proben werden anschließend im Labor untersucht. Daraus lässt sich ableiten, ob eine Harnröhrenentzündung vorliegt oder eher die Blase und oberen Harnwege entzündet sind.
Bei Verdacht auf eine Chlamydien-Infektion untersucht der Arzt zusätzlich zur Urinprobe einen Abstrich aus Harnröhre oder Gebärmutterhals. Dieser Verdacht ergibt sich insbesondere, wenn bei den auch für eine Blasenentzündung typischen Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen im Urin keine Entzündungszellen (weiße Blutkörperchen, Leukozyten) im Urin nachgewiesen werden können.
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13.09.2005, aktualisiert am 27.01.2012
Bildnachweis: PhotoDisc/RYF
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