Schistosomiasis ist eine endemische Infektionskrankheit. Das bedeutet, dass bestimmte Regionen besonders stark von Bilharziose betroffen sind. Hier helfen Aufklärungs- und Hygienemaßnahmen, wie die Gesundheitsaufklärung der Bevölkerung. Eine bessere medizinische Versorgung könnte den Erreger bekämpfen helfen. Um die Bilharziose-Gefahr zu minimieren, sollte die Fäkalien-Verunreinigung von Gewässern reduziert werden. So ist es wichtig, dass Kläranlagen und Toiletten gebaut werden und Abwässer nicht direkt in Seen eingeleitet werden. Teilweise lassen sich Wasserschnecken entfernen, um die Belastung mit Zerkarien zu verringern. Doch sind Schneckengifte (Molluskizide) ebenfalls schädlich für Mensch und Ökosystem und ungeeignet für den Einsatz in Reisfeldern.
Wer sich in Bilharziose-Risikogebieten aufhält, sollte sich umfassend über Vorsichtmaßnahmen gegen Bilharziose informieren. Die wichtigste Regel ist, weder in natürlichen noch künstlich angelegten Süßwasser-Gewässern zu baden, auch nicht, wenn vor Ort behauptet wird, das Gewässer sei sicher bilharziosefrei. Es genügt nicht, zum Baden die Uferzone zu meiden. Auch kann man sich durch Wassersport oder das Waten im Wasser mit Bilharziose infizieren. Das nachträgliche Waschen mit Seife und die Einnahme von Medikamenten helfen nicht, eine Infektion zu vermeiden. Wenn ein Gewässer durchquert wird, ist das Tragen von Schutzkleidung ratsam. Auch wenn Bilharziose nicht über Trinkwasser übertragen wird, sollte dieses sowieso abgekocht, gechlort oder filtriert werden, um es zu entkeimen. Damit wird auch die Gefahr anderer Infektionen verringert.
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13.09.2005, aktualisiert am 31.01.2012
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