Zur Behandlung der Bilharziose ist Praziquantel das Mittel der Wahl. Es handelt sich um einen Wirkstoff, der ausgewachsene und junge Würmer abtötet beziehungsweise so stark schädigt, dass das körpereigene Abwehrsystem die Würmer beseitigen kann. Somit werden im Idealfall keine weiteren Eier mehr produziert.
Um zu prüfen, ob die Therapie erfolgreich war, werden sechs bis zwölf Monate nach der Praziquantel-Behandlung Stuhl oder Urin erneut auf Wurmeier kontrolliert und die Antikörper im Blut gemessen. Nicht selten müssen Patienten mehrfach behandelt werden – besonders bei einer Infektion mit S. japonicum.
Praziquantel wird in Tablettenform eingenommen. Als Nebenwirkungen der Behandlung können eher selten zum Beispiel Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen auftreten. Schwangere sollten erst nach der Entbindung eine Bilharziose-Therapie beginnen, um eine mögliche Schädigung des Ungeborenen durch Medikamente zu vermeiden. Nur in schweren Fällen einer Schistosomiasis wird während einer Schwangerschaft medikamentös therapiert. In der Stillzeit muss während der Einnahme des Medikaments und bis einen Tage nach der letzten Tablette auf das Stillen verzichtet werden, da der Wirkstoff in die Muttermilch übergehen kann.
Wenn nach dieser Therapie keine Besserung der Bilharziose zu beobachten ist, gibt es noch andere Wirkstoffe, die sich gegen Schistosomen als wirksam erwiesen haben, sie sind aber weniger gebräuchlich.
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13.09.2005, aktualisiert am 31.01.2012
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