Für mehr als 30 Medikamente wurde nachgewiesen, dass sie, jedoch glücklicherweise jeweils nur selten, eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen können. Besonders bedeutsam sind hier:
• die Immunsuppressiva Azathioprin und Mercaptopurin (Immunsuppressiva sind Medikamente, die bestimmte Funktionen des Immunsystems unterdrücken);
• die zur Behandlung chronischer Darmerkrankungen und rheumatischer Krankheiten eingesetzten entzündungshemmenden Aminosalicylate Mesalazin und Sulfasalazopyridin;
• Glukokortikoide (kortisonähnliche Medikamente);
• Erythromycin, Rifampizin und Tetrazykline aus der Gruppe der Antibiotika;
• die Diuretika (entwässernde Mittel) Furosemid und Hydrochlorothiazid;
• die Epilepsiemedikamente (Antiepileptika) Carbamazepin und Valproinsäure;
• Opiate (morphiumähnliche Schmerzmedikamente) und
• gelegentlich auch Östrogene (weibliche Geschlechtshormone).
Prof. Dr. med. T. Poralla, St.-Joseph-Krankenhaus Berlin
Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur im
persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen.
Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter und führt zu neuen Erkenntnissen in Diagnostik und Therapie.
Die hier gemachten Angaben entsprechen dem Wissensstand zum Zeitpunkt
der Veröffentlichung. Die Beantwortung individuell eingesandter Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
surfmed/GesundheitPro;
12.11.2007, aktualisiert am 26.06.2010
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