Basilikum anpflanzen: 5 Tipps

Ob in der Wohnung, im Garten oder auf dem Balkon: Wie und wo Basilikum-Samen am besten gedeihen, erklärt die Garten-Expertin Marianne Scheu-Helgert
von Nadja Katzenberger, aktualisiert am 11.08.2016

Basilikum: Frisch gepflückt hat er am meisten Aroma

Plainpicture / Angela De Cenzo

"Küchenkräuter" steht meist auf den kleinen Töpfen im Supermarkt – und genau da mag es der Basilikum überhaupt nicht: in der Küche. Es ist zu warm, die Luft eher trocken, da macht der "Basilikum Genovese", den es hauptsächlich im Angebot gibt, schlapp. Wer die schönen grünen Blätter nicht gleich verwendet, für Tomate-Mozzarella zum Beispiel, hat ein paar Tage später nur noch ein paar verkümmerte, vertrocknete Blätter übrig.

Dabei lässt sich der kleine Strauch aus dem Supermarkt ruck-zuck in viele sattgrüne Büsche verwandeln – so geht’s:

Schritt 1: "Manschette ab!", sagt Marianne Scheu-Helgert, stellvertretende Leiterin der Bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim bei Würzburg. Die Plastikfolie, die um den Topf gewickelt ist, nimmt der Pflanze die Luft zum Atmen, Feuchtigkeit staut sich – Schimmelgefahr!

Schritt 2: Raus aus der Küche und vor allem: raus aus dem Topf. "Die Kräuter werden oft so herangezogen, dass das Topfvolumen bis zum Verkauf reicht", sagt Scheu-Helgert. Basilikum braucht viel Wasser, diese Mengen kann der Topf nicht fassen. Außerdem ist er meist schon voller Wurzeln, wenn er in unserer Küche landet. Auf dem Balkon oder im Garten fühlt sich Basilikum deutlich wohler und zwar in einem Blumenkasten mit Pflanzenerde.

Schritt 3: Trennen. "Jeden Topf kann man in vier bis sechs Büschel teilen und in einer Reihe einpflanzen", so die Garten-Expertin. "Jeder einzelne Busch entwickelt sich prächtig und die Ernte reicht den ganzen Sommer."

Schritt 4: Pflegen. Basilikum braucht viel Wasser, jeden Tag! Nur nasse Füße mag er nicht, deshalb sollte das Wasser nie im Untersetzer oder Übertopf stehen. Ein Tipp von Marianne Scheu-Helgert: Einen zehn Zentimeter langen Stoffstreifen (zum Beispiel aus einem alten Baumwollhemd) aufrollen und so unter den Topf legen, dass das Ende des Streifens herausschaut. Der Stoffstreifen muss aus dem Untersetzer heraushängen – dann funktioniert er nämlich wie ein Docht und saugt das überschüssige Wasser auf.

Zu schattig sollte es auch nicht sein, Basilikum mag es sonnig und südlich. Dünger ist ihm nicht so wichtig, die Pflanzenerde liefert genügend Nährstoffe.

Schritt 5: Ernten. Bei jungen Pflanzen nur einzelne Blätter abschneiden, dann wachsen sie besser nach. Bei höheren Sträuchern (15 bis 20 Zentimeter) kann man die Triebspitzen kappen, dann blüht der Basilikum auch nicht. "Die Blüte kostet den Basilikum viel Kraft, wenn er sowieso üppig ist, kann man das zulassen – ansonsten abschneiden", rät Marianne Scheu-Helgert.

Gut zu wissen:

  • Basilikum ist eine einjährige Pflanze, über den Winter schafft sie es – im Gegensatz zu Thymian, Salbei oder Schnittlauch –  nicht.
  • Petersilie aus dem Supermarkt kann man genauso umtopfen.
  • Tipp von Marianne Scheu-Helgert: Zu Beginn der Tomatensaison (Ende April bis Mitte Mai) im Supermarkt nach einem eher kleinen Basilikum (ca. fünf Zentimeter hoch) Ausschau halten. "Die kleineren sind noch nicht so intensiv durchwurzelt und wachsen schneller."

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