Wer – beispielsweise am Handgelenk – die typischen starken Schmerzen verspürt, die eine Sehnenscheidenentzündung hervorrufen, hält meist automatisch das Gelenk ruhig. Auch der Arzt wird dem Patienten raten, dass er die entzündete Stelle schont.
Stabilisierende Bandagen oder Stützverbände helfen, den betroffenen Bereich ruhig zu halten. Zudem sollten Patienten die Tätigkeit, welche die Sehnenscheidenentzündung hervorgerufen hat, für längere Zeit vermeiden.
Ist der schmerzende Bereich angeschwollen, gerötet und warm, bringen Kühlkompressen kurzzeitig Linderung. Zusätzlich können Patienten eine schmerz- und entzündungshemmende Creme auftragen oder – wenn nötig – auch Tabletten einnehmen.
Wichtig: Verschwinden die Beschwerden nicht nach wenigen Tagen, sollten Patienten ihren Hausarzt oder einen Orthopäden aufsuchen. Eine akute Sehnenscheidenentzündung dauert meist wenige Tage. Wird sie jedoch chronisch, können die Schmerzen über Wochen bis Monate anhalten.
Darüber hinaus kann ein erfahrener Arzt Kortison in die entzündete Region beziehungsweise die Sehnenscheide spritzen. Kortison kann den entzündlichen Prozess unterbrechen.
Bei chronischen und nicht auf die oben genannten Maßnahmen ansprechenden Sehnenscheidenentzündungen kommt unter Umständen eine Operation in Betracht. Dabei wird die verengte Stelle an der Sehnenscheide aufgespalten und so entlastet.
Tritt eine Tendovaginitis als Begleiterscheinung einer rheumatoiden Arthritis auf, richtet sich die Therapie nach der Grunderkrankung. Beim Karpaltunnelsyndrom kommt zum Beispiel ebenfalls eine entlastende Operation (Handwurzelbanddurchtrennung) infrage.
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13.09.2005, aktualisiert am 08.02.2012
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