Die oberste Schicht der Hornhaut, das sogenannte Epithel, wächst nach Verletzungen nicht immer wieder so fest an, wie das ursprünglich der Fall war. Weitere Bagatellverletzungen des Auges oder allein schon das morgendliche Augenöffnen nach dem Erwachen können dann bereits genügen, um die oberste Hornhautschicht erneut zum Einreißen zu bringen.
In solchen Fällen kann es notwendig sein, über einen längeren Zeitraum hornhautpflegende Augentropfen oder -salben beziehungsweise Tränenersatzmittel zu verabreichen. In hartnäckigen Fällen wird eine therapeutische Kontaktlinse auf das Auge gesetzt, um das Abheilen des Epithels zu fördern. Führt auch das nicht zum Erfolg, kann der Augenarzt die Hornhautoberfläche mit einem Excimerlaser (er wird auch bei Kurzsichtigkeit eingesetzt) aufrauen, damit die Epithelzellen anschließend besser anhaften.
Prof. Dr. med. Peter Kroll, Dr. med. Steffen Hörle
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30.09.2006, aktualisiert am 06.09.2011
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